Mit den Lila-Weißen durch den Tag VfL Osnabrück am Donnerstag: Fokus auf RB Leipzig

Von Benjamin Kraus


Osnabrück. Die Pflicht ist erledigt, nun folgt die Kür: Nach dem 4:0-Sieg im Niedersachsenpokal beim SC Spelle-Venhaus bereitet sich der Fußball-Drittligist ab sofort auf das Highlight im DFB-Pokal gegen Zweitligist RB Leipzig vor. Indes feiert ein fast in Vergessenheit geratener Ex-Manager des VfL, der zuletzt bei RB tätig war, heute genauso Geburtstag wie derjenige Stürmer, der den letzten VfL-Sieg gegen Leipzig sicherte...

Training und Spiel: Am Tag nach dem 4:0-Sieg im NFV-Pokal beim SC Spelle-Venhaus, für den der VfL einen langen Anlauf brauchte, ist ab 11 Uhr auf der Illoshöhe Training für die nicht eingesetzten Spieler sowie Pflege und Regeneration für Profis, die im Einsatz waren. Die Intensität wird also ein wenig dosiert, bevor die Profis ab Freitag wieder hochfahren. „Wir sind gegen RB Leipzig Außenseiter, werden aber alles geben und unseren Fans einen richtig guten Fight bieten“, verspricht Publikumsliebling Addy-Waku Menga, der zum 4:0-Sieg in Spelle zwei Tore beigesteuert hatte.

Zuschauer und Karten: Eine gut gefüllte Bremer Brücke zum DFB-Pokal-Highlight zeichnet sich ab - noch aber gibt es für das Spiel gegen Leipzig am Montagabend (18.30 Uhr/osnatel-Arena) Tickets in allen Kategorien. Wer an der osnatel-Arena zuschlagen möchte, kann das heute zwischen 10 und 18 Uhr tun (Telefon: 0541/77087-22), auch der Fanshop in der Theaterpassage hat geöffnet (0541/2003878), dieser sogar von 10 bis 18.30 Uhr.

Weitere Aktionen: Ab sofort werden in beiden Fanshops Anmeldung für den Fanbus angenommen, der am 14. August (Freitag, 10.30 Uhr) von der Westtribüne der Osnatel-Arena zum Auswärtsspiel beim VfR Aalen fährt. Preis: 38 Euro, Mitglieder der Fanabteilung zahlen 5 Euro weniger. Dazu ist das sogenannte Nostalgietrikot weiterhin für knapp 40 Euro erhältlich.

Geburtstage und Jahrestage: „Ich bin das Maskottchen des Vereins – mit mir ist der VfL nie abgestiegen.“ Diesen Satz prägte Wolfgang Loos, Ex-Manager des VfL Osnabrück, der an diesem Donnerstag seinen 60. Geburtstag feiert. Loos stammt aus Münster und lernte das Fußballspielen beim SC Preußen, wo sein Vater Herbert als 2. Vorsitzender und Jugendobmann des Zweitligisten arbeitete. Nach zwei Jahren im Profikader des SCP wechselte er 1977 innerhalb der 2. Bundesliga Nord zum VfL Osnabrück – was damals angesichts der weit geringeren Rivalität zwischen den Fanlagern beider Klubs noch problemlos möglich war. Weil Loos aber auch beim VfL nie den Durchbruch zum Stammspieler schaffte, beendete er 1980 seine Profikarriere nach 34 Punktspielen für die Lila-Weißen und spielte anschließend neben seiner beruflichen Tätigkeit als Bankangestellter beim westfälischen Oberligisten ASC Schöppingen.

Anfang 1986 wurde Loos überraschend als neuer Manager des VfL vorgestellt: Der damals 30-jährige übernahm die Nachfolge des nach Hannover gewechselten Helmut Kalthoff. Loos blieb bis 1992 im Amt und verließ den VfL im Jahr vor dem Abstieg aus der eingleisigen 2. Bundesliga. Es folgten weitere Engagements im Fußballgeschäft wie seine Fußballschuel in Bramsche, die er fast 15 Jahre führte, sowie Stationen als Manager, Geschäftsführer und Sportlicher Leiter bei diversen Vereinen: Zuerst beim maroden DDR-Club Dynamo Dresden, wo er auf Vermittlung des DFB gelandet war, dann beim 1. FC Köln, wo er ab 1995 arbeitete und nach dem Bundesligaabstieg und der Verpflichtung von Manager Andreas Rettig vor Ablauf des Vertrages im Jahr 2002 freigestellt wurde. Es folgten Stationen bei Eintracht Braunschweig, 1. FC Saarbrücken, TuS Koblenz und zuletzt RB Leipzig, wo er in der Saison 2011/2012 als Geschäftsführer und sportlicher Leiter tätig war. Nach dem verpassten Aufstieg – RB wurde in jener Saison nur Dritter hinter dem Halleschen FC und Holstein Kiel – musste er gehen, seither ist Loos nicht mehr im Profifußball tätig gewesen. Hier geht es zur Homepage von Wolfgang Loos.

Bei RB folgte das Engagement von Ralf Rangnick als Sportdirektor. Der holte Alexander Zorniger als Trainer – und gemeinsam schafften die beiden den Aufstieg in die Dritte Liga über die Entscheidungsspiele gegen die Sportfreunde Lotte (Hinspiel 2:0, Rückspiel 2:2 v.V.). Bei den Sportfreunden damals als Trainer an der Linie: Der heutige VfL-Coach Maik Walpurgis.

Geburtstag feiern heute übrigens auch die Ex-VfL-Kicker Roman Prokoph (30 Jahre), der beim letzten Liga-Sieg gegen RB Leipzig das entscheidende 3:2 schoss, sowie Daniel Flottmann (31) und Ex-Torhüter Uwe Seiler (59).