Hartes Stück Arbeit für den VfL VfL siegt im NFV-Pokal 4:0 bei Spelle-Venhaus

Von Benjamin Kraus


Spelle. Mit dem VfR Aalen und Sonnenhof Großaspach haben sich zwei Drittligisten im Landespokal gegen Fünftligisten blamiert – der VfL Osnabrück wahrte dagegen mit einem am Ende standesgemäßen 4:0-Erfolg vor 1796 Zuschauern auf der wunderschönen Anlage des Oberligisten SC Spelle-Venhaus seine Chance auf den Wiedereinzug in den DFB-Pokal.

„Dabei haben wir noch zwei wichtige Spiele vor der Brust“, sagte VfL-Trainer Maik Walpurgis angesichts der nächsten anstehenden Aufgabe im Viertelfinale des Niedersachsenpokals beim Regionalligisten VfV Hildesheim, das vorläufig für Mittwoch den 19. August terminiert ist. Die Paarung hatte die Auslosung in Egestorf ergeben, die ferner den örtlichen Regionalligisten, der Havelse aus dem Wettbewerb warf, mit dem SV Meppen zusammenführte.

Große Chancen für Spelle-Venhaus in der ersten Hälfte

Der VfL-Erfolg in Spelle war zwar auf dem Papier deutlich, hing aber in der ersten Halbzeit lange am seidenen Faden. „In der Spieleröffnung hatten wir einige Schwierigkeiten in der Abstimmung, zudem hat sich der Gegner in jeden Ball geworfen“, sagte Walpurgis angesichts großer Chancen der Speller durch Stefan Raming-Freesen (34. drüber aus 12 Metern, 43. harmloser Kopfball in die Arme von VfL-Keeper Schwäbe) und Florian Hoff (14., Schwäbe pariert, 26., hektischer und ungefährlicher Abschluss). „Im Abschluss fehlte uns einfach der Mumm“, erkannte SCSV-Trainer Siggi Wolters, der aber mit dem mutigen Auftritt seiner Elf zufrieden war.

Viele der Speller Möglichkeiten entstanden nach Ballverlusten der Lila-Weißen in der Vorwärtsbewegung, zudem fiel es Massimo Ornatelli und Anthony Syhre auf der rechten Seite zunächst schwer, den wieselflinken Youngster Christoph Ahrens (21 Jahre) zu kontrollieren. Syhre spielte als Alternative für die nächsten beiden Ligaspiele gesperrten David Pisot in der Dreierkette. „Zu Beginn hatte er ein paar fahrige Aktionen, musste erst reinfinden. Später hat er aber seine Qualitäten gezeigt und gute Pässe gespielt“, sagte Walpurgis zum Pflichtspiel-Debüt des Neuzugangs.

Das Spielerporträt von Addy-Waku Menga

„Gott sei Dank haben die unsere Fehler nicht bestraft“, erkannte Addy-Waku Menga, der nach der Pause mit einem verwandelten Foulelfmeter (Spelles Mario Vaal hatte Marcos Alvarez klar gelegt) und später frei im Strafraum nach lässigem Abschluss erst im zweiten Versuch das 0:2 und 0:3 erzielte – und so den Deckel auf die Partie schraubte. Menga wirkte in vorderster Front, weil Maik Walpurgis Sturmspitze Halil Savran zunächst auf der Bank beließ. Der Trainer brachte neben Syhre auch Michael Hohnstedt und Simon Tüting von Beginn an.

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Den Bann gebrochen hatte aber Marcos Alvarez: Nach einem Zuspiel von Christian Groß war der eingelaufene Außenstürmer schneller am Ball als der herausgelaufene SCSV- Keeper Florian Egbers, gewann den Zweikampf und schob zur erlösenden VfL-Führung ein. Den Schlusspunkt Partie setzten Einwechselspieler: Pascal Richter vollendete nach Zuspiel von Nicolas Feldhahn sicher. „Ich hätte auch zum freien Halil Savran in die Mitte spielen können – wenn das schief geht, kriege ich bestimmt einen vor den Latz“, sagte der selbstbewusste Youngster nach der Partie.


Spelle-Venhaus - VfL Osnabrück 0:4 (0:1)

SC Spelle-Venhaus: 23 Egbers – 7 Thielke, 2 Bartling, 3 Schnettberg, 5 Vaal (55. 21 Wald) – 6 Stegemann (57. 17 Menke), 14 Elfert – 8 Röttger, 10 F. Hoff, 18 Ahrens – 9 Raming-Freesen (76. 16 N. Hoff). – Trainer: Siegfried Wolters.

VfL Osnabrück: 20 Schwäbe – 3 Syhre, 24 Willers, 21 Grassi – 25 Groß (70. 19 Feldhahn), 10 Tüting – 7 Ornatelli, 23 Hohnstedt – 29 Alvarez (62. 17 Richter), 18 Kandziora (62. 9 Savran) – 13 Menga. – Trainer: Maik Walpurgis

Tore: 0:1 Alvarez (35., Kombination über rechts, Alvarez ist vor dem Torhüter am Ball und schiebt ein), 0:2 Menga (48., Foulelfmeter, Vaal foult Alvarez), 0:3 Menga (68., Menga stochert den Ball im dritten Versuch über die Linie), 0:4 Richter (72., Vorarbeit Tüting und Feldhahn).

Schiedsrichter: Benen (Nordhorn).

Zuschauer: 1796.

Viertelfinale NfV-Pokal: VfV Hildesheim - VfL Osnabrück.