Mit den Lila-Weissen durch den Tag VfL Osnabrück am Mittwoch: Pokalderby in Spelle-Venhaus

Von Harald Pistorius

Typisch Horst Feilzer: Dynamisch und mit Zug zum Tor im Strafraum. Vor 35 Jahren erzielte er beide Tore zum 2:0 gegen RW Lüdenscheid. Foto: Imago/RustTypisch Horst Feilzer: Dynamisch und mit Zug zum Tor im Strafraum. Vor 35 Jahren erzielte er beide Tore zum 2:0 gegen RW Lüdenscheid. Foto: Imago/Rust

Osnabrück. Einstieg in den NFV-Pokal: An diesem Mittwoch beginnt nach einem Freilos in der ersten Runde für den VfL Osnabrück der Weg in Richtung DFB-Pokalwettbewerb 2016/17. Beim Oberligisten SC Spelle-Venhaus will das Team den Einzug ins Viertelfinale schaffen. Auf den Tag genau vor 35 Jahren gelang ein wichtiger Sieg…

Anstoß in Spelle-Venhaus um 19 Uhr

Training und Spiel: Am Vormittag ab 11 Uhr wird noch einmal locker trainiert, erst danach entscheidet Trainer Maik Walpurgis, wie der 18-köpfige Kader für das Pokalspiel besetzt sein wird.

Nach einem gemeinsamen Essen um 16 Uhr macht sich die Mannschaft auf den Weg ins Emsland. Anstoß ist um 19 Uhr im Getränke-Hoffmann-Stadion an der Venhauser Straße in Spelle. Die Kassen öffnen um 17.30 Uhr, nach Aussage der SCSV-Verantwortlichen finden auf der Anlage bis zu 4000 Zuschauer Platz.

Wer im Fall des Weiterkommens der nächste Gegner sein wird, entscheidet sich am Mittwochabend in Egestorf: Nach dem Spiel des FC Germania gegen den TSV Havelse wird das Viertelfinale ausgelost.

NOZ Medien berichtet ab 18.30 Uhr mit einem Liveticker aus Spelle-Venhaus.

Karten für Spelle ab 10 Uhr im Stadion-Fanshop

Zuschauer und Karten: Tickets gibt es an diesem Mittwoch ab 10 Uhr im Fanshop am Stadion und am Abend an den Tageskassen in Spelle. Der SC Spelle-Venhaus hofft in seinem ersten Pflichtspiel gegen die erste Mannschaft des VfL Osnabrück auf über 1000 Zuschauer. Etwa 500 Lila-Weiße werden auf der schmucken Anlage erwartet.

Fanshops und Aktionen: Der Fanshop in der Theaterpassage (heute von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet/Telefon 0541/2003878) hat keine Tickets aus Spelle im Angebot. Im Verkauf sind derzeit die Tageskarten für die Spiele gegen RB Lepizig (10. August), Hansa Rostock (22. August) und Holstein Kiel (29. August).

Ex-Präsident Rasch Gast im Bayerischen Rundfunk

Sonstiges: Dirk Rasch, ehemaliger Präsident des VfL Osnabrück und inzwischen als Buchautor („Rettet den Fußball!“) erfolgreich, ist an diesem Mittwoch ab 21 Uhr Gast in der einstündigen Sendereihe „Dossier Politik“ im Hörfunk Bayern 2. Das Thema der Sendung „Kantersieg für den Kommerz – wie der Fußball zum Geschäft verkommt“ wird in vier Beiträgen vertieft, zwischen denen Moderator Ingo Lierheimer mit Rasch über die Probleme und dessen Thesen spricht. Die Sendung wird am Sonntag (11 Uhr) auf Bayern 2 wiederholt.

Das Buch von Dirk Rasch und ein Video-Interview mit dem Autor.

Vor 35 Jahren: Feilzers Tore retten die Heimpremiere

Stichtag 5. August: Vor 35 Jahren (1980) gewann der VfL das Auftaktspiel der letzten Saison in der 2. Liga Nord. Es war das erste von 42 Spielen einer Mammutsaison, in der die Osnabrücker auf dem Zahnfleisch die eingleisige 2. Bundesliga erreichten.

Im ersten Match tat sich die Mannschaft des neuen Trainers Werner Biskup gegen Rot-Weiß Lüdenscheid schwer. 7000 Zuschauer wurden bereits ungeduldig, als der ein Jahr zuvor vom FC St. Pauli verpflichtete Horst Feilzer nach einer knappen Stunde das 1:0 erzielte. Der atheltische Stürmer traf auch zum 2:0-Endstand; es waren die ersten beiden von 30 Feilzer-Toren in der Saison 1980/81.

Zum Nachruf auf den im September 2009 verstorbenen Horst Feilzer.

„Ein Unentschieden wäre einer Niederlage gleich gekommen“, sagte Trainer Biskup, der seine Mannschaft und sich selbst in einem NOZ-Interview unter Druck gesetzt hatte: „Platz zehn im Dezember – dann muss ich gehen.“ Dabei hatte er auch einen seiner legendären Sätze gesagt: „Am liebsten sind mir Spieler, die zweimal geschieden sind und drei Kinder haben, denn die müssen Geld ranschaffen und sich richtig reinhängen.“

Erinnerungen an Trainer-Legende Werner Biskup: „Er war der Jürgen Klopp seiner Zeit“.

Für den VfL spielten: Rolf Meyer, Lothar Gans, Karl-Friedrich Wessel, Vitomir Rogoznica, Dieter Hochheimer, „Buttje“ Rosenfeld, Niels Tune-Hansen, Ralf Lehmann, Michael Lorenz, Detlev Olaidotter, Horst Feilzer und als Einwechselspieler Antoine Fagot.