Spiel des Jahres für Emsländer VfL Osnabrück startet bei Spelle-Venhaus in den NFV-Pokal

Zuletzt war die U21 des VfL in Spelle zu Gast: Am Ball SCSV-Torjäger Stefan Raming-Freesen im Duell mit dem Ex-Osnabrücker Tobias Nubbemeyer, dazwischen im Hintergrund im karierten Hemd SCSV-Trainer Siggi Wolters. Foto: Doris LeißingZuletzt war die U21 des VfL in Spelle zu Gast: Am Ball SCSV-Torjäger Stefan Raming-Freesen im Duell mit dem Ex-Osnabrücker Tobias Nubbemeyer, dazwischen im Hintergrund im karierten Hemd SCSV-Trainer Siggi Wolters. Foto: Doris Leißing

Osnabrück/Spelle. Für den Underdog ist es das Spiel des Jahres – für den VfL Osnabrück ist der Auftritt im NFV-Pokal-Achtelfinale beim Oberligisten SC Spelle-Venhaus an diesem Mittwoch (19 Uhr) einer von drei notwendigen Schritten auf dem Weg zum Wiedereinzug in den DFB-Pokal in der kommenden Saison.

Gibt Maik Walpurgis gegen den Oberligisten Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance? „Es ist klar, dass wir nicht extrem experimentieren werden“, antwortet der Trainer, angesprochen auch auf das bittere Erstrunden-Aus vor zwei Jahren in Wilhelmshaven (1:2) – „ein Spiel, das mich offenbar noch 10 Jahre verfolgen wird.“ Im Gegensatz zu damals sei sein Team aber nun gefestigter. „Wir gehen das Spiel so ernsthaft an wie ein Drittligaspiel. Wir wollen dort so schnell wie möglich klare Verhältnisse schaffen“, sagte Walpurgis, der kadertechnisch – abgesehen vom erst frisch ins Training eingestiegenen Torwart Frank Lehmann und Mittelfeldmann Tom Merkens (im Aufbau) sowie den weiter angeschlagen fehlenden Youngstern Nicolas Eiter und Deniz Taskesen – aus dem Vollen schöpfen kann und die eine oder andere Änderung in der Startelf nicht ausschloss.

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Welche könnten das sein? Vielleicht bekommt Anthony Syhre eine Chance: Der 20-jährige Neuzugang könnte Spielpraxis erhalten als Ersatz für Verteidiger David Pisot, der zwei Ligaspiele fehlen wird. Ansonsten will Walpurgis die Eindrücke vom abschließenden Training am Mittwochmorgen abwarten, bevor er seinen Kader für die Partie in Spelle benennt. „Wichtig für uns wird gegen einen tief stehenden Gegner sein, die Räume zu erkennen und zu bespielen“, sagte der Trainer, der auch offen ließ, ob das zuletzt in der Liga präferierte 3-4-3-System oder eine 4-4-2-Formation gespielt wird.

Was ist los beim Gegner? Bei Spelle sind einige zuletzt angeschlagen fehlende Leistungsträger wieder einsatzbereit. „Solche Spiele sorgen manchmal für schnelle Gesundung“, sagt SCSV-Trainer Siggi Wolters dazu augenzwinkernd. Torhüter Michael Gellhaus, Mittelfeldregisseur Steffen Menke (Sohn des Meppener Ex-Zweitligaspielers „Jupp“ Menke) und Torjäger Sascha Wald – in der B-Jugend beim VfL und Torschützenkönig der letzten Oberligasaison (24 Treffer) – sind fit. Prägend beim SCSV sind außerdem Abwehrchef Patrick Schnettberg und Offensivmann Stefan Raming-Freesen, die beide früher für den SV Meppen gespielt haben. Es ist das erste Pflichtspiel der Speller überhaupt gegen den VfL, entsprechend groß ist die Vorfreude im südlichen Emsland. Spelle befindet sich im Gegensatz zum VfL übrigens noch nicht im Ligabetrieb: Die Oberligasaison startet für den SCSV erst am Sonntag in Uelzen. Vor zehn Tagen eliminierte Spelle allerdings bereits in der Qualifikationsrunde des Niedersachsenpokals , für die der VfL ein Freilos hatte, den Liga-Konkurrenten SSV Jeddeloh mit 2:1 . Beide Tore schoss „Zehner“ Florian Hoff.

Hier geht es zur Übersicht aller Spiele im Niedersachsenpokal

Ist sonst noch was? Die Auslosung für das Viertelfinale im NFV-Pokal steigt zeitgleich anlässlich der Achtelfinalpartie 1.FC Egestorf-Langreder gegen den TSV Havelse – wer in der nächsten Runde Gegner des Siegers in Spelle wird, erfahren Sie aktuell im Liveticker auf noz.de/vfl.


Heute, 19 Uhr: SC Spelle-Venhaus - VfL Osnabrück,

Getränke-Hoffmann-Stadion an der Venhauser Straße, NfV-Pokal, Achtelfinale.

So könnten sie spielen:

VfL: Schwäbe – Pisot, Willers, Grassi – Ornatelli, Groß, Chahed, Dercho – Alvarez, Menga – Savran

Spelle-Venhaus: Gellhaus – Thielke, Bartling, Schnettberg, Vaal – Stegemann, Menke – Raming-Freesen, Hoff, Ahrens – Wald.

Schiedsrichter: Lukas Benen (SV Vorwärts Nordhorn).

Zuschauer: Der SCSV erwartet 1500 Fans.