Tüting, Kandziora, Hohnstedt stark VfL Osnabrück: Die Wende kam mit den Einwechslungen

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Alle nicht zu 100 Prozent zufrieden: Kickers-Trainer Horst Steffen, VfL-Coach Maik Walpurgis, VfL-Spieler Simon Tüting. Foto: Helmut KemmeAlle nicht zu 100 Prozent zufrieden: Kickers-Trainer Horst Steffen, VfL-Coach Maik Walpurgis, VfL-Spieler Simon Tüting. Foto: Helmut Kemme

bekr/hp Osnabrück. Der Beginn des VfL Osnabrück war gut beim 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers – die allerdings kamen im Verlauf der ersten Halbzeit immer mehr auf und gingen vor der Pause in Führung. Dass es für Osnabrück in Unterzahl noch zum Remis reichte, lag auch an den starken Einwechselspielern. Die Einzelkritik

Marvin Schwäbe: Erneut ein starker Auftritt des Youngsters im Tor: Strahlte Ruhe aus, parierte viele Bälle sicher, stark im Eins-gegeg-Eins gegen den eingewechselten Fischer, als er lange stehen blieb, mit dem Fuß klärte und den VfL im Spiel hielt. Einziger überhaupt möglicher Kritikpunkt: Der Gegentreffer fällt ins Torwarteck - wobei man diesen satten Schuss aus Nahdistanz sicher nicht halten muss. Note: 2

David Pisot: Zunächst in der Defensive meist sicher im Luftzweikampf, nicht immer sicher am Boden oder im Spiel nach vorn. Flog nach der Pause mit Rot vom Platz nach einem taktischen Foul per eingesprungener Grätsche - eine harte Entscheidung des Schiedsrichters. Note: 3,5

Hier geht es zum Spielbericht: Rote Karte gegen Pisot

Tobias Willers: Sorgte als zentraler Abwehrorganisator vor der Pause mit dafür, das die überlegenen Stuttgarter zu keiner wirklich gefährlichen Torchance kamen – bis zum Gegentreffer, als er sich von Stuttgarts Berko überlisten ließ. Nach dem Wechsel mit einigen guten Aktionen in Richtung Stuttgarter Tor. Note: 3

Davide Grassi: Steigerte sich im Vergleich zum fahrigen Auftritt in Aue, sicher in der Luft, allerdings beim Spielzug zum Gegentor auch ein wenig zu zögerlich unterwegs im Zweikampf. Note: 3

Massimo Ornatelli: Zwei schöne Aktionen zu Beginn - etwa seine Direktabnahme ans Außennetz – tauchte dann aber in der halben Stunde vor der Pause wie viele seiner Mitspieler offensiv ab. Im zweiten Durchgang dann wieder viel aktiver – nicht nur bei seiner Beteiligung am Spielzug zum 1:1, als er energisch durchlief und per abgeblockter Flanke die Ecke erzwang. Note: 3

Alexander Dercho: Starke Aktion im Dribbling vor der Chance von Alvarez zu Beginn, als er auf seiner linken Seite zwei Gegenspieler stehen ließ. Ansonsten aber über weite Strecken merkwürdig iinaktiv und blass – er kann sicher mehr als er im Moment zeigt. Note: 4

Christian Groß: Lief zwar gewohnt viel – aber diesmal die meiste Zeit nur hinterher. Kam gegen die spielstarken Stuttgarter oft spät oder gar nicht in die Zweikämpfe, hatte daher nicht so viele Ballgewinne wie sonst und deshalb auch kaum prägende Aktionen nach vorn. Nach 70 Minuten ausgewechselt. Note 4

Hier gibt es den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Sofien Chahed: Ein wenig Licht – etwa bei einem starken Dribbling gegen Ende der Partie, als er zwei Stuttgarter stehen ließ und nur per Foul gestoppt werden konnte – aber auch viel Schatten: Nicht immer stabil in jenen Zweikämpfen, wo körperliche Stärke gefragt war. Auch im Spiel nach vorn mit zu wenigen Akzenten. Note. 3,5

Marcos Alvarez: Die letzte gute Aktion der guten Osnabrücker Anfangsviertelstunde beendete er mit seinem letztlich harmlosen Schuss aus 20 Metern, über den sich der mitgelaufene freie Ornatelli beschwerte – und das war ein wenig symptomatisch für das Spiel des Rechtsaußen gegen Stuttgart: Oft fahrig, nicht immer mit den richtigen Entscheidungen, irgendwie ohne Fortune – nicht sein Spiel. Note: 4

Addy-Waku Menga: Es gab schon stärkere Spiele des diesmal auf Linksaußen eingesetzten Routiniers, der diesmal von Anfang an ran durfte – einige, aber letztlich zu wenige gute Aktionen, wobei auch er mit seiner Ruhe am Ball am Spielzug vor dem 1:1 seinen Anteil hatte. Note: 3,5

Halil Savran: Hatte es als einzige zentrale Spitze schwer gegen viele Stuttgarter, rieb sich auf, wühlte immer mit im Gestochere vor dem Tor – aber noch fehlt in den Pflichtspielen der entscheidende Punch für einen eigenen Treffer. Aber bis zum Ende präsent: zog it starkem Zweikampfverhalten den Platzverweis gegen Stuttgarts Bentley Baxter Bahn. Note: 3,5

Marcel Kandziora: Kam nach 70 Minuten für Alvarez und belebte das Offensivspiel des VfL spürbar: Gute Laufwege, gute Einzeltechnik, viel Zug nach vorn. Stark sein Treffer, als er erst als nicht gerade reisig groß gewachsener Spieler erst das Kopfballduell am Fünfer gewann und dann den zweiten Ball versenkte, obwohl ihn ein Stuttgarter dabei festgehalten hatte. Note: 2

Simon Tüting: Stets stark in Ballbesitz mit seiner Übersicht: Zeigte nach seiner Einwechslung, dass er ein Unterschiedsspieler sein kann, als er im Zentrum den Ball nicht auf zehn Meter zu einem zwar freien Spieler nach links passte, sondern mit einer Körpertäuschung die andere Richtung einschlug und den exakten 40-Meter-Flugball in den Lauf von Addy Menga spielte, woraus sich der Eckball zum 1:1 entwickelte. Trotzdem fiel bei der Stuttgarter Chance von Pachonik auch auf, dass er defensiv noch daran arbeiten muss, auch die schmerzhaften, aber notwendigen Meter nach hinten zu machen. Note: 2,5

Michael Hohnstedt: Auch er brachte als Eiinwechselspieler einen positiven Kick ins Team: Viele gewonnen Zweikämpfe, die auch seine Mitspieler und das Publikum aufstachelten, exemplarisch für die Energie, die er in die Partie brachte, war sein 40-Meter-Lauf von links hinten nach rechts vorn mit dem Ball am Fuß. Note: 2,5.

Das sagten die Spieler nach dem 1:1 gegen Stuttgart.


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