VfL Osnabrück - Stuttgarter Kickers „Nach dem Platzverweis waren die Fans unser 11. Mann“

Erschöpft: Nach dem Abpfiff liegen die Spieler des VfL Osnabrück auf dem Rasen. Foto: KemmeErschöpft: Nach dem Abpfiff liegen die Spieler des VfL Osnabrück auf dem Rasen. Foto: Kemme

bekr/det Osnabrück. Erleichterung über einen Punktgewinn in Unterzahl: Spieler und Trainer des VfL Osnabrück waren nach dem 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers durchaus zufrieden.

Trainer Maik Walpurgis, VfL Osnabrück: Wir haben nach einer guten Anfangsviertelstunde etwas den Faden verloren, hatten aber immer die defensive Stabilität. Deswegen war es ein bisschen unglücklich, dass wir durch diese hervorragende Einzelleistung von Berko in Rückstand geraten sind. Nach dem Platzverweis hat die Mannschaft zusammen mit dem Publikum die Wende geschafft: Die Zuschauer hatten ein feines Gespür dafür, dass der Platzverweis eine sehr harte Entscheidung war und waren danach unser elfter Mann, nicht, wie sonst, der zwölfte. Zusammen mit der Umstellung auf ein 4-4-1 war das dafür ausschlaggebend, dass wir besser Fußball gespielt haben und wieder Zugriff auf das Spiel bekamen. Da sieht man, was die Systemvariabilität, die wir uns erarbeitet haben, wert ist.

Trainer Horst Steffen, Kickers Stuttgart: Es war ein aufregendes Spiel, wie meistens hier in Osnabrück. Wir mussten eine Drangphase überstehen, konnten uns dann befreien, hatten aber wenig Chancen. Das 1:0 zur Pause war etwas glücklich. Nach der Roten Karte haben wir vielleicht geglaubt, das müsste doch laufen. Bei der Großchance von Manuel Fischer konnten wir den Sack zumachen. Mit dem 1:1 müssen wir leben, denn so viele Chancen haben wir nicht gehabt. Wenn man 1:0 führt und einen Mann mehr hat, kann ich nicht zufrieden sein.

David Pisot: Es war ein taktisches Foul von mir gegen Berko. Ich komme zu spät, treffe ihn und erwarte die Gelbe Karte. Nach dem Platzverweis haben wir guten Fußball gespielt, danke an die Jungs, dass sie noch das 1:1 rausgeholt haben. In der ersten Halbzeit ist uns nicht so viel gelungen, da sind wir viel den Stuttgartern hinterher gelaufen.

Tobias Willers: Wir wollten Stuttgart unter Druck setzen, das ist uns in den ersten 15 Minuten gut gelungen. Danach hat das Passspiel nicht mehr so gut funktioniert. In Unterzahl und bei Rückstand haben wir uns gut gewehrt; erst dann haben wir wieder angefangen, gut zu spielen. Da haben wir eine Jetzt-erst-recht-Mentalität gezeigt. Die drei Einwechselspieler haben frischen Wind gebracht, das war sehr wichtig. Nach dem Spielverlauf ist das 1:1 okay.

Marcel Kandziora: Bei meinem Tor hat erst Savran den Ball nicht richtig getroffen, dann ist da ein Gewusel vor - und plötzlich habe ich den Ball vor den Beinen. Ich glaube, alle drei Einwechselspieler haben ihren Teil dazu beigetragen, das wir noch einen Punkt geholt haben. (Der Liveticker der Begegnung zum Nachlesen)