Empfehlung von Bayern-Coach Gerland Paul Thomik: Kickers Würzburg statt VfL Osnabrück

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Herzlich willkommen in Würzburg: Kickers-Trainer Bernd Hollerbach (rechts) begrüßt am Montag Paul Thomik. Foto: Peter ReniekHerzlich willkommen in Würzburg: Kickers-Trainer Bernd Hollerbach (rechts) begrüßt am Montag Paul Thomik. Foto: Peter Reniek

Osnabrück. Schneller als erwartet hat Paul Thomik einen neuen Verein gefunden. Der Rechtsverteidiger, der beim VfL keinen Anschlussvertrag bekommen hatte, spielt ab sofort für Drittliga-Aufsteiger Kickers Würzburg. Die entscheidende Weiche stellte Hermann Gerland, Co-Trainer des FC Bayern München.

Vertrag über zwei Jahre

Bei Kult-Coach Gerland, der Thomik einst im Talentschuppen des FC Bayern betreute, erkundigte sich der Würzburger Trainer Bernd Hollerbach. „Der Hermann hat ein gutes Wort für mich eingelegt“, sagte Thomik am Montag schmunzelnd nach der Vertragsunterschrift. Für zwei Jahre haben die Mainfranken den erfahrenen Profi verpflichtet; der Kontrakt enthält zudem die Option auf eine Verlängerung, wenn Thomik im zweiten Jahr in mindestens 20 Spielen zum Einsatz kommt.

„Osnabrück ist Vergangenheit“

Vorangegangen war eine intensive medizinische Untersuchung inklusive einer Computer-Tomographie. Immerhin hatte Thomik nach einer komplizierten Leistenverletzung über 18 Monate pausiert und erst Ende Februar sein Punktspiel-Comeback für den VfL gegeben. Der beliebte Profi wäre gern in Osnabrück geblieben, doch die VfL-Führung entschied sich angesichts der Kaderstruktur gegen einen neuen Vertrag.

„Jeder weiß, wie gern ich in Osnabrück geblieben wäre“, sagte der 30-Jährige am Montag, „aber das ist jetzt Vergangenheit. Ich freue mich, dass ein aufstrebender Verein wie die Kickers mir das Vertrauen schenkt. Hier kann man noch viel erreichen, der Verein will innerhalb der nächsten zwei Jahre in die 2. Bundesliga.“ Der ambitionierte Aufsteiger wird von einem Würzburger Unternehmer unterstützt, der die bundesweit agierende Internet-Druck-Firma „Flyeralarm“ führt.

Interesse auch aus Elversberg

Der Würzburger Trainer Bernd Hollerbach, einst Bundesliga-Profi beim Hamburger SV, freut sich auf die Verstärkung: „Mit ihm haben wir einen erfahrenen Spieler gewinnen können, der die Liga bereits kennt und der menschlich perfekt zu uns passt. Wenn ein Spieler seines Formats auf dem Markt ist, wollen wir diese Chance natürlich nutzen. Wir sind sehr glücklich, dass sich Paul trotz anderer Angebote für uns entschieden hat.“ An Thomik war auch Regionalligist SV Elversberg interessiert.

Wiedersehen mit Daniel Nagy

Am Dienstag wird Thomik das erste Mal mit seinen neuen Kollegen trainieren, von denen er den Ex-VfL-er Daniel Nagy und den früheren Lotteraner Amir Shapourzadeh bereits kennt. Sein Debüt für die Kickers gibt er wahrscheinlich am Mittwoch im Test gegen den Regionalligisten Wormatia Worms. Auf der Rechtsverteidigerposition hat Thomik Konkurrenz in Christian Demirtas, der von Mainz 05 stammt. Thomik: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir werden uns ein faires Rennen um den Platz in der ersten Elf liefern.“


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