Entscheidung im Elfmeterschießen Heuer Fernandes rettet dem VfL Osnabrück den Niedersachsenpokal

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Meppen. Es war im wahrsten Sinn des Wortes eine Millimeterentscheidung, kurz vor 21 Uhr wurde vor und in der Kurve kräftig gefeiert. Der VfL Osnabrück ist durch einen gehaltenen Elfmeter von Daniel Heuer Fernandes der Gewinner des Niedersachsenpokals 2015. Von Alfons Batke, Johannes Kapitza und Benjamin Kraus

Nach einem eher durchwachsenen Spiel retteten sich die Lila-Weißen in den Shootout gegen starke Meppener und hatten dort die besseren Nerven – der Cup ging an den VfL mit 5:4 im Elfmeterschießen. Heuer Fernandes hielt vor 10662 Zuschauern gegen Wigger und Wagner, vom Punkt waren für die Osnabrücker Pisot, Willers, Alvarez, Menga und Iljutcenko erfolgreich. (Hier gibt‘s die Einzelbewertung der Spieler)

Nach dem turbulenten Elfmeterschießen gingen die Meinungen über den letzten Schuss von Wagner erheblich auseinander. SVM-Trainer Christian Neidhardt hatte den Ball deutlich hinter der Linie gesehen und bemühte dafür einen Handybeweis. Das Leder sei in vollem Umfang drin gewesen, so Neidhardt und beklagte sich darüber, dass das Finale mit einer Fehlentscheidung an den VfL gegangen sei. „Zumindest der Linienrichter hätte das erkennen müssen.“ VfL-Trainer Maik Walpurgis wollte das nicht kommentieren, sprach hernach davon, dass der Pokalgewinn insgesamt verdient gewesen sei. „Zur Pause hätten wir schon klar auf Siegkurs sein müssen. Nach der Pause sind die Meppener aber gefährlich aufgekommen, wir hingegen haben unsere Angriffe nicht konsequent ausgespielt“, sagte der 41-jährige.

Hier gibt‘s den Liveticker zum Nachlesen.

Aufstellung und Taktik: Wie erwartet kam Heuer Fernandes für den angeschlagenen Lehmann im Tor zum Einsatz. Auf die linke offensive Seite beordert Trainer Walpurgis Odenthal, Iljutcenko blieb auf der Bank, dafür rückte Alvarez in die Spitze. Seine Standardposition auf der rechten Seite übernahm Thee. Nach dem Wechsel kam Kandziora für den angeschlagenen Odenthal als Linksaußen. Ein rüdes Foul von Wagner beendete die Einsatzeit von Hohnstedt, für die letzte Viertelstunde kam Dercho. (Hier gibt‘s die Stimmen zum Spiel)

Tore und Höhepunkte: Schon in der 6. Minute hätte der VfL in Führung gehen müssen, als Alvarez über die rechte Seite Menga in Szene setzte. Der zuletzt eher mäßig erfolgreiche Stürmer verstolperte aber aus drei Metern. Den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führungstreffer vergab Pasiov (86.) knapp.

Beim letzten Elfmeter lenkte Heuer Fernandes den Schuss von Wagner an die Unterkante der Latte, der Ball prallte auf die Linie – oder dahinter, keiner wusste es so genau. (Das passierte runf um das Stadion.)

Spielverlauf: Im hitzigen Derby war der VfL das dominante Team, machte aber zu wenig aus den Möglichkeiten. Im ersten Durchgang kamen die Emsländer zu keiner echten Abschlusschance. Beim VfL hätte Odenthal nach einer Flanke von Menga leicht zum 1:0 einköpfen können, doch Torwart Gommert (14.) war genauso zur Stelle wie bei einem raffinierten Freistoß von Alvarez (40.). VfL-Keeper Heuer-Fernandes zur Pause: „Wir müssen hier 2:0 führen.“

Nach dem Seitenwechsel kamen die Emsländer besser ins Spiel und stellten Heuer Fernandes vor einige Bewährungsproben; seine Rettung gegen Kremer am kurzen Pfosten zeugte davon, welche Qualitäten der Torwart hat. Bei einigen gut angelegten Konterangriffen versäumten es die VfLer, den Ball konsequent in die Spitze zu spielen. Mit etwas mehr Konzentration hätte Groß aus halbrechter Position bequem in Führung bringen – zu einem Zeitpunkt, als Meppen mehr vom Spiel hatte (71.). Auch anschließend hatte man nicht unbedingt den Eindruck, als wolle der VfL den Sieg mit aller Macht.

(So erleben Fans das Spiel im Netz)


Aufstellung:

Heuer Fernandes – Pisot, Willers, Grassi, Hohnstedt (78. Dercho) – Thee (59. Iljutcenko), Groß, Chahed, Odenthal (46. Kandziora)– Alvarez, Menga

Auf der Bank: Düker, Wagener, Merkens, Feldhahn

Meppen: Gommert – Jesgarzewski, Hudec, Geiger, Schepers (90. Thomas) – Wagner, Robben (78. Maier), Wigger Latkowski - Pasiov (86. Rodriguez) , Kremer

Elfmeterschießen: 0:1 Pisot, 1:1 Kremer, 1:2 Willers, 2:2 Rodriguez, 2:3 Alvarez, 3:3 Maier, Gommert hält gegen Kandziora, Heuer-Fernandes hält gegen Wigger, 3:4 Menga, 4:4 Hudec, 4:5 Iljutcenko, Heuer Fernandes hält gegen Wagner.

Zuschauer: 10 662 (davon etwa 2000 VfL-Anhänger).

Schiedsrichter: Schröder (Hannover).

Gelbe Karten: Schepers, Robben, Wagner – Alvarez, Chahed, Willers.

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