zuletzt aktualisiert vor

Der siebte Rückkehrer Vor Wollitz versuchten sich sechs Trainer ein zweites Mal beim VfL Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


hp Osnabrück. Der Weg ist nicht neu: Immer wieder versuchen ein Verein und ein Fußballtrainer, ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in einer zweiten Epoche zu wiederholen. Claus-Dieter Wollitz ist der siebte Cheftrainer in der Geschichte des VfL Osnabrück, der zu den Lila-Weißen zurückkehrt – und der erste, der früher auch für den VfL gespielt hat.

Walter Hollstein (1938 bis 1944, April 1952 bis Mai 1954): Der Diplom-Sportlehrer hatte zuvor bei Werder Bremen gearbeitet und führte den VfL 1939 zur Gauliga-Meisterschaft und in die deutsche Endrunde. Sein Comeback gab der Studienkollege von Sepp Herberger 1952, als Präsident Friedel Schwarze kurz vor Beginn der Endrunde Trainer Rudolph Prokoph beurlaubte und die Verantwortung Hollstein sowie dem jungen Sportlehrer Harry Hemmo übertrug. Hollstein ging 1954 und verabschiedete sich mit einer markigen Rede bei der Hauptversammlung.

Helmut Meidt (1957 bis 1962, März 1965 bis Juni 1967): Auf Empfehlung des aus Bielefeld stammenden VfL-Kapitäns Reinhard Haseldiek wurde Meidt vom VfB Bielefeld abgeworben. Der strenge Taktikfuchs führte den VfL in die Spitzengruppe der Oberliga Nord und zum Gewinn des Nordpokals, doch 1962 war seine Zeit um – vorerst, denn als im Frühjahr 1965 der Abstieg aus der Regionalliga Nord drohte, kehrte der Disziplin-Fanatiker zurück. Doch mehr als ein Mittelplatz kam nicht heraus, Meidt verabschiedete sich zu Arminia Bielefeld.

Radoslav Momirksi (1968 bis 1970, Februar 1978 bis März 1979): Der Mann aus Novisad war der Vater der legendären Nordmeistermannschaft von 1968/69, als der VfL Zuschauer- und Torrekorde brach. Nach zwei Jahren mit vielen Triumphen wurde „Momi“ in seiner zweiten Bundesliga-Aufstiegsrunde nach einem 0:6 in Karlsruhe entlassen. Als ihn Hartwig Piepenbrock im tiefsten Abstiegskampf der 2. Liga Nord im Frühjahr 1978 verpflichtete, glaubten die meisten nicht mehr an den Zauber des redseligen Trainers. Doch er schaffte den Klassenerhalt und jubelte im September 1978 über das Pokal-5:4 beim FC Bayern. Deshalb ist er unvergessen – und sein Rausschmiss im März 1979 ist vergessen…

Rolf Grünther (August 1985 bis August 1987, November 1990 bis September 1991): Er kam als A-Jugendcoach und wurde drei Wochen später Chef anstelle des kranken Erhard Ahmann: Mit seiner leidenschaftlichen Art war der ehemalige Musterprofi (München 1860, Alemannia Aachen) der richtige Trainer für die verschworene Aufstiegsmannschaft, die er zu einem Spitzenteam formte. Nach dem Pokal-Aus 1987 in Salmrohr wurde Grünther von Piepenbrock entlassen, doch gut drei Jahre später holte er den Coach zurück. Grünther rettete den VfL aus schwerer Lage, doch als sein Team in der neuen Saison im Pokal in Hasborn verlor, gab ihm der Präsident erneut den Laufpass.

Werner Biskup (1980 bis 1981, 1993 bis Dezember 1995). Der charismatische Trainer führte den VfL 1981 in die eingleisige 2. Bundesliga; er riss Spieler und Publikum mit. Manager Helmut Kalthoff wiederholte seinen Glücksgriff 13 Jahre später, als er dem von einer Alkoholkrankheit genesenen Biskup zueinem sensationellen Comeback verhalf. Biskup warauf Aufstiegskurs, als er im Dezember 1994 einen Rückfall erlitt und beurlaubt wurde.

Hans-Werner Moors (August 1988 bis Juni 1989, Oktober 1997 bis Juni 1998): Drei Spiele, drei Niederlagen – sein erster Job beim VfL war ein Himmelfahrtskommando, das dank der guten Nerven und des taktischem Geschicks von Moors ein Happy End im Abstiegskampf der 2. Bundesliga fand. Im Herbst 1997 holte ihn sein alter Arminia-Teamkollege Gerd-Volker Schock mit dem Aufstiegsauftrag zurück, doch der VfL blieb in der Drittklassigkeit sitzen, und Moorsbekam keinen neuen Vertrag.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN