zuletzt aktualisiert vor

Siegtor im Elfmeterschießen VfL Osnabrück zittert sich in den DFB-Pokal


Oldenburg. Saison-Minimalziel erreicht: Der VfL Osnabrück steht in der kommenden Saison im DFB-Pokal und kann sich über eine Einnahme von wenigstens 115 000 Euro freuen. Im Halbfinale des NFV-Pokals kamen die Lila-Weißen zu einem hart erkämpften Erfolg im Elfmeterschießen vor 5914 Zuschauern beim Regionalligisten VfB Oldenburg. Das Elfmeterschießen gewann der VfL mit 4:2, zuvor hatte es nach 90 Minuten 1:1 gestanden. Von Alfons Batke und Christian Detloff

Hier geht‘s zum Liveticker.

In der vom VfL eher enttäuscht geführten Partie hatte Innenverteidiger Willers den VfL (59.) Minute in Führung gebracht, ehe Laabs nach einem kapitalen Schnitzer von VfL-Torwart Lehmann (90.) ausglich. Lehmann machte seinen Fehler wieder wett, als er im Elfmeterschießen den Schuss von Uzelac abwehrte. Für den VfL trafen Willers, Kandziora, Feldhahn und Alvarez.

Aufstellung und Taktik: VfL-Trainer Maik Walpurgis entschied sich für Stephan Thee als rechten Offensivspieler und beorderte Marcos Alvarez auf die linke Seite. Ansonsten ließ er die Formation der letzten Wochen auflaufen. Also auch Stürmer Addy Menga, der von seinen ehemaligen Anhängern freundlich empfangen wurde. Nach der Pause ließ Walpurgis den wenig effektiven Thee in der Kabine. Dafür kam Marcel Kandziora für links, Alvarez wechselte auf rechts. Das war belebend für das VfL-Spiel. Zur Defensivsicherung kam später auch noch Davide Grassi für Sofien Chahed.

Tore und Höhepunkte: Die vorerst beste Chance vor der Pause ließ Stanislav Iljutcenko liegen, als er über einen feinen Pass von Addy Menga (stolperte, 12.). Ansonsten waren die klassentieferen Oldenburger zumindest genauso gefährlich. So war es nicht von ungefähr ein Standard, der zum Führungstreffer der Gäste führte. Nach einer von Kandziora herausgeholten Ecke, die Alvarez schlug, war Innenverteidiger Willers mit dem Kopf zur Stelle (59.). Keine zehn Minuten später verpasste der viel zu selten zu bremsende Ficara mit einem Schuss gegen die Unterkante der Latte den nicht unverdienten Ausgleich.

Den gab es dann tatsächlich nach einem kapitalen Schnitzer von Torwart Fran Lehmann noch den Ausgleich von Laabs. (Weiterlesen: Hier gibt‘s die Stimmen zum Spiel)

Spielverlauf: Der VfL war erkennbar um Spielkontrolle bemüht, schaffte es aber nicht aus der spieltechnischen Überlegenheit klare Vorteile zu generieren. Bei einer Konterchance von Erwig-Drüppel wäre sogar das 0:1 möglich gewesen, doch der Oldenburger glaubte wohl nicht so recht an seine große Chance (16.). Von den Osnabrückern hätte man mehr erwarten müssen, das Kombinationsspiel ließ zu wünschen übrig. Vereinzelte Aktionen – mehr gab es nicht. Die Oldenburger spürten, dass sie dem höherklassigen Gegner zumindest auf Augenhöhe begegneten. Das 0:0 zur Pause für den VfB war in jedem Fall verdient.

Nach dem Seitenwechsel war der VfB dem VfL ein zumindest ebenbürtiger Gegner, der häufig die erkennbare Nervosität des Favoriten ausnutzte. Auch die von einigen Chaoten abgebrannten Bengalos verhalfen dem VfL nicht so richtig in die Spur, der einen echten Klassebeweis schuldig blieb und sich mehr oder weniger über die Zeit rettete.

Und außerdem:Gewaltbereite Fans des VfL haben vor dem Spiel in der Oldenburger Innenstadt randaliert. Laut Polizei attackierte eine Gruppe von 10 bis 15 Männern das Haus der Oldenburger Faninitiative und warf mehrere Scheiben ein. Anschließend flüchteten die Randalierer unerkannt.

VfL: Lehmann – Pisot, Groß, Willers, Dercho – Thee (46. Kandziora), Feldhahn, Chahed (76. Grassi), Alvarez – Menga (87. Sembolo), Iljutcenko

Auf der Bank: Heuer Fernandes, Wagener, Tüting, Sembolo, Hohnstedt

Tor: 0:1 Willers (59., Kopfball nach Ecke von Alvarez), 1:1 Laabs (90.)

Zuschauer: 5914

Schiedsrichter: Schönheit (Lüneburg)

Gelbe Karten: Chahed, Willers, Feldhahn - Gottschling

Nächstes Spiel: VfL – Unterhaching (Sonntag, 14 Uhr)


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN