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14.01.2015, 20:04 Uhr KOMMENTAR ZUM DERBY-PLAKAT

VfL-Fans: Protest mit Erfolg

Ein Kommentar von Harald Pistorius


Am 1. März 2014 erwischte es Tom Merkens in Münster bei einem Foul von Amaury Bischoff. Seitdem fehlt er dem VfL. Foto: Helmut KemmeAm 1. März 2014 erwischte es Tom Merkens in Münster bei einem Foul von Amaury Bischoff. Seitdem fehlt er dem VfL. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Nur ein paar Stunden war am Mittwoch Amaury Bischoff als Coverboy auf einem Werbebild für das Derby zwischen Münster und Osnabrück auf der Homepage des SC Preußen zu sehen.

Ausgerechnet Amaury Bischoff: Der Mann, der am 1. März den VfLer Tom Merkens mit einem bösen Foul so schwer verletzte, dass der VfL-Mittelfeldmann noch immer nicht an ein Comeback denken kann, trommelte in Triumphpose für das brisante Derby am 7. Februar 2015 in Münster. (Weiterlesen: Bischoff nach Foul an Merkens: „Bin kein Bad Boy“)

Hunderte von VfL-Fans empfanden das – verständlicherweise – als Provokation und machten ihrem Unmut im Internet-Forum Treffpunkt und in Mails direkt an den SCP Luft.

Die Reaktion kam schnell: Das Bild flog von der Seite, und der SC Preußen Münster erklärte offiziell, es nicht mehr einzusetzen. Es sei von einem vereinsunabhängigen Designer gestaltet worden.

Das darf man akzeptieren, und auch dem Urheber sollte man keinen Vorsatz unterstellen. In den Verdacht, über ausgeprägtes Fingerspitzengefühl zu verfügen, wird der Mann allerdings nicht geraten.

Gut, dass die VfL-Fans so und nicht anders reagiert haben. Und gut, dass der SC Preußen Münster sofort handelte.

Nachtrag: Am Donnerstag machte der SC Preußen auf seiner Website diese Stellungnahme publik. Darin wird betont, dass es nie die Absicht gab, mit diesem Plakatentwurf zu provozieren. Pressesprecher Marcel Weskamp, der bereits am Mittwoch schnell reagiert und nach Protesten von VfL-Fans das Bild von der Website entfernt hatte, schließt seine Erklärung mit diesen Worten: „Aus Respekt vor den Fans des VfL und unseren Freunden im Verein werden wir das Plakat nicht mehr für unsere Kommunikation einsetzen. Aus dem entsprechenden Beitrag auf unserer Internetseite haben wir es entfernt.“

Wir freuen uns auf ein spannendes und faires Derby bei uns im Preußenstadion!


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