VfL legt Einspruch ein DFB will VfL-Spieler Willers für vier Spiele sperren

Ungerecht behandelt? Der des Feldes verwiesene VfL-Abwehrspieler Tobias Willers. Foto: Helmut KemmeUngerecht behandelt? Der des Feldes verwiesene VfL-Abwehrspieler Tobias Willers. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück/Frankfurt. Geht es nach dem Kontrollausschuss des DFB, soll Fußballprofi Tobias Willers für vier Spiele gesperrt werden. Der VfL Osnabrück hat am Montagnachmittag fristgerecht dagegen Beschwerde eingelegt.

Willers war am Samstag in der Drittliga-Partie des VfL bei Dynamo Dresden (1:2) von Schiedsrichter Christian Dietz wegen einer Tätlichkeit gegen den Dresdner Dennis Erdmann des Feldes verwiesen worden. Willers gab zu, dass er ausgetreten haben, allerdings als Reaktion auf einen Ellenbogenattacke des zuvor schon wegen des gleichen Delikts verwarnten Dynamo-Spielers Michael Hefele. Die Hefele-Aktion, die auf den Fernsehbildern zu sehen ist, wird von Dietz in seinem Sonderbericht mit keiner Zeile erwähnt.

VfL-Trainer Maik Walpurgis und Sportkoordinator Lothar Gans, der für den VfL den Strafantrag ablehnte, halten das Ausmaß der avisierten Sperre für erheblich überzogen und fordern, dass die Sportrichter sich mit den Details auseinandersetzen. Willers, am Montag auf den Weg zum Weihnachtsurlaub zur Familie nach Hildesheim, fiel ebenso aus allen Wolken, als er von der harten Kontrollausschuss-Forderung erfuhr: „Ich habe zwar einen Fehler gemacht, aber dass er so hart geahndet wird, kann ich nicht nachvollziehen.“ Zumal Dynamo-Verteidiger Hefele nach zwei Ellenbogen-Checks mit Gelb davon kam.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN