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„Extrem bitter“ VfL Osnabrück verliert in Dresden: Stimmen zum Spiel



Dresden. Im letzten Spiel des Jahres unterlagen die Lila-Weißen bei Dynamo Dresden mit 1:2 nach einer 1:0-Pausenführung. Die Stimmen zum Spiel:

Maik Walpurgis (Trainer des VfL Osnabrück):Es war eine sehr intensive Partie. Meine Mannschaft hätte zumindest einen Punkt verdient gehabt. Sie hat eine fantastische erste Halbzeit gespielt. Aber es sind einige folgenschwere Entscheidungen gegen uns gefallen. So wird Addy Mengas Chance noch vor dem 1:0 durch ein Handspiel auf der Linie vereitelt. Es hätte Elfmeter für uns und die Rote Karte für den Dresdner geben müssen. Dann ist Hefele eine klare Tätlichkeit gegen Iljutcenko unterlaufen, er hat ihm den Ellenbogen ins Gesicht gerammt. Auch dafür muss es Rot geben. Allerdings bin ich der Meinung, dass auch der Platzverweis für Tobias Willers zu vertreten war. Auch nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit gab es noch Möglichkeiten zum Ausgleich, wobei uns in der 93. Minute noch ein klarer Handelfmeter verweigert wurde. Man hat es also nicht gerade gut mit uns gemeint. Der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen. Sie darf stolz auf sich sein.“

Stefan Böger (Trainer von Dynamo Dresden): „Ich stimme dem Kollegen Walpurgis darin zu, dass der VfL in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft war. Zur zweiten Hälfte haben wir die richtigen Konsequenzen gezogen und unser Spiel verändert. Allerdings hat der VfL nach dem 2:1 auch noch seine Möglichkeiten gehabt. Zu den vom Kollegen geäußerten Details zu einzelnen Szenen möchte ich nichts sagen.“

Tobias Willers (Platzverweis in der 32. Minute): Ich bekomme ein Stoß von hinten und verliere das Gleichgewicht. Ich war überrascht, dass der Schiedsrichter mir die Rote Karte gezeigt hatte. Es war auf jeden Fall kein bewusstes nachtreten. Es ist schon extrem bitter, man fühlt sich schon ungerecht behandelt, da es einige strittige Situationen gegen uns gab. Wir haben bis zum Platzverweis alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und gehen hochverdient in Führung. Wenn wir mit elf Spielern zu Ende gespielt hätten, hätten wir das Spiel gewonnen. So nehmen wir dennoch Selbstvertrauen, da wir heute wieder gut gespielt haben.

Christian Groß (VfL-Innenverteidiger): So kurz nach dem Spiel ist es schwer, über die Entscheidungen zu sprechen. Ich will da auch niemandem zu nah treten und voreilig reagieren. Vom Gefühl her waren wir heute besser als in Cottbus und machen ein sehr gutes Spiel. Wir haben unseren Plan sehr gut umgesetzt. Wir hatten eine Mannschaft, die Aufsteigen will gut unter Kontrolle

Nicolas Feldhahn (Mittelfeldmotor): Wir haben heute gesehen, dass wir eine gute Mannschaft sind und waren bis zur Roten Karte klar besser. Es waren viele Kleinigkeiten und alle strittige Situation gegen uns. In den 15 Minuten nach der Pause, die nicht so gut waren, wurde wir gleich bestraft. Wir haben nur reagiert und nicht mehr agiert, mussten so dann gegen den Rückstand ankämpfen. Das wurde im Laufe der zweiten Halbzeit besser und ein Punkt hätten wir verdient gehabt. Ich denke sogar, dass wir mit 10 Mann gegen Dresden hätte bestehen können.


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