Couragierte Leistung bleibt unbelohnt VfL Osnabrück verliert 1:2 gegen Dynamo Dresden



Dresden. Schade, VfL Osnabrück! Im letzten Spiel des Jahres wurden die Lila-Weißen für eine couragierte Leistung nicht belohnt und unterlagen bei Dynamo Dresden mit 1:2 nach einer 1:0-Pausenführung. Dabei mussten sie vor 22953 Zuschauern eine Stunde in Unterzahl agieren, nachdem Abwehrspieler Willers des Feldes verwiesen worden war.

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Personal und Taktik:

Trainer Maik Walpurgis vertraute der bewährten 4-4-2 Formation. Interessanteste Neuerung: Kim Falkenberg stand nach überstandener Krankheit wieder in der Startformation, und zwar als rechter Verteidiger. Dafür rückte David Pisot wieder nach innen und wirkte an der Seite des kopfballstarken Tobias Willers. Die Linksverteidigerposition ging standesgemäß an Alexander Dercho. ( Die Stimmen zum Spiel ›› )

Hinter den beiden Sturmspitzen Addy Menga und Stanislav Iljutcenko formierte Walpurgis eine Viererreihe mit den beiden Außen Massimo Ornatelli (rechts) und Marcel Kandziora sowie Nicolas Feldhahn und Christian Groß. Der zuletzt mit Muskelproblemen kämpfende Stefan Thee hat die Reise nach Dresden zwar mitgemacht, schaffte es aber nicht in den 18er-Kader. „Es zwickt im hinteren linken Oberschenkel und macht daher keinen Sinn“, sagte der Bayer.

Nach dem Platzverweis für Willers ersetzte Walpurgis Stürmer Menga durch Innenverteidiger Davide Grassi (35.).

Tore und Höhepunkte:

Aus spielerischer Überlegenheit resultierte der Führungstreffer des VfL, als Iljutcenko mit seinem neunten Saisontreffer nach feinem Pass von Menga zur Stelle war (29.). In der folgenden hektischen Phase zückte Schiedsrichter Dietz gegen Willers die Rote Karte, eine vertretbare Entscheidung. Allerdings hätte auch Hefele zuvor nach einem Check gegen Iljutcenko auch vom Platz gehört.

Mit dem erwarteten Druck rissen die Gelb-Schwarzen nach der Pause das Geschehen an sich und kamen durch Hartmann früh zum Ausgleich (51.). Nur zehn Minuten später erhöhte Torjäger Eilers auf 2:1. In beiden Fällen war der eingewechselte Holländer Comvalius der Vorbereiter.

Spielverlauf:

Torwart Heuer Fernandes wurde erstmals in der 10. Minute geprüft, als er rechtzeitig vor Tekerci aus dem Kasten war. Bis dahin hatte es Osnabrücker Aktivitäten nur durch den Anhang gegeben, der mit dem Zünden von Pyrotechnik dem DFB ein zusätzliches Weihnachtsgeld bescherte.

Nach einer Viertelstunde übernahm der der VfL die Kontrolle und kam durch Menga zur ersten Chance, die jedoch von Abwehrmann Müller vereitelt wurde (18.). Dabei war die Hand im Spiel. Bei einigen Eckbällen von Ornatelli lag überdies ein Treffer in der Luft. Bis zu den turbulenten Geschehnissen rund um das Tor und dem Platzverweis hatte der VfL die klarere Spielanlage. Bis zum Seitenwechsel fiel den Dresdenern in numerischer Überlegenheit nicht viel ein.

Das wurde nach dem Seitenwechsel anders, als Heuer Fernandes insbesondere nach dem Ausgleich mehrere Glanzparaden zeigte. Trotz des Rückstandes gab sich der VfL nicht geschlagen und kam zu weiteren Möglichkeiten. Groß stand dabei knapp vor dem 2:2, doch Torwart Wiemers wehrte den Schuss aus kurzer Distanz ab (68.). Und der Keeper glänzte ein weiteres Mal gegen Feldhahn kurz vor Schluss. Ein Unentschieden war also durchaus noch drin.


Statistik

VfL: Heuer Fernandes – Falkenberg, Pisot, Willers, Dercho – Ornatelli, Feldhahn, Groß, Kandziora – Menga (35. Grassi), Iljutcenko (55. Alvarez)

Auf der Bank: Lehmann (TW), Wagener, Odenthal, Chahed, Hohnstedt

Es fehlten: Thee (Muskelverhärtung), Sembolo, Salem, Freiberger, Neldner (alle nicht berücksichtigt), Thomik, Merkens (beide Reha)

Dresden: Wiegers – Müller, Hefele, Erdmann, Vrzogic – Hartmann, Fiel (90. Moll) – Eilers, Dürholtz (46. Comvalius), Tekerci (79. Stefaniak) – Fetsch

Tore: 0:1 Iljutcenko (29. Flachschuss aus 14 Metern nach Vorlage von Menga), 1:1 Hartmann (51., Schuss aus 20 Metern an die Unterkante der Latte), 2:1 (61., Kopfball nach einem von Heuer Fernandes abgewehrten Schuss)

Zuschauer: 22953

Schiedsrichter: Dietz (Kronach)

Gelbe Karten: Hefele, Fetsch, Erdmann, Tekerci, Hartmann - Iljutcenko, Falkenberg

Rote Karte: Willers (35., grobes Foulspiel)

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