Brief an Mitglieder vor Versammlung Spitze des VfL Osnabrück ruft zur Teilnahme auf

Die Mitglieder stimmen am Samstag über die Präsidiumskandidaten ab. Foto: Helmut KemmeDie Mitglieder stimmen am Samstag über die Präsidiumskandidaten ab. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die stimmberechtigten Mitglieder des VfL Osnabrück haben in diesen Tagen Post bekommen. In einem von Christoph Ehrenberg (Interimspräsident und Vorsitzender des Beirates), Jürgen Wehlend (Geschäftsführer) und Olaf Becker (Vorsitzender des Aufsichtsrats) unterschriebenen Brief wird zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung (MV) am kommenden Sonntag aufgerufen. Sie findet ab 11 Uhr im Hörsaal des Universitäts-Gebäudes an der Kolpingstraße statt. Auf der Tagesordnung steht auch die Wahl des neuen Präsidiums.

„Diese Personalentscheidung entfaltet eine erhebliche Außenwirkung und hat gleichzeitig maßgeblichen Einfluss auf die weitere Umsetzung des Sanierungsplans mit der entsprechenden Bedeutung für den gesamten VfL Osnabrück“, heißt es in dem Schreiben. Dort wird auch über das sogenannte „Crowdfunding“ berichtet, das maßgeblich dazu beitrug, dass der VfL im Frühsommer seine Lizenz erhielt. Es sei ein grandioser Vertrauensbeweis zahlreicher VfL-Fans für den Sanierungskurs gewesen.

Emotionaler Erfolg sei maßgeblich vom Vertrauen in den VfL und die handelnden Personen abhängig. Dies zu gewinnen sei das Ziel; es gelinge nur durch nachhaltiges Wirtschaften und ehrliche Arbeit. Wie viele VfL-Mitglieder sich am Sonntag in der Uni einfinden werden, ist noch nicht absehbar. Szenekenner rechnen mit etwa 350 Besuchern, insgesamt könnte der VfL ein Volumen von 500 Gästen verkraften.

Neben den Wahlen wird das maßgeblich von Geschäftsführer Wehlend in Szene gesetzte Sanierungskonzept im Mittelpunkt stehen. Kernbestandteile seien durchgreifende Maßnahmen zur finanzwirtschaftlichen Stabilität sowie flankierende Aktionen, um unter anderem die von der Stadt Osnabrück gestellten Darlehensbedingungen zu erfüllen.

Die derzeit vertraglich vereinbarte Stadionpacht in Höhe von 450000 Euro pro Jahr müsse mit den Gläubigern der Stadion KG neu verhandelt und in eine variable Pacht in Abhängigkeit der Ligazugehörigkeit und Einnahmesituation gewandelt werden“, heißt es weiter in dem Brief, wo auch für die KGaA der Beschluss für eine Kapitalerhöhung angekündigt wird.


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