Vor dem Tag X: Kompetenzbereiche verteilt Das designierte VfL-Präsidium will zuhören und handeln

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Stehen am Sonntag zur Wahl: Uwe Brunn, Hermann Queckenstedt und Reinhard Stiehl. Foto: Helmut KemmeStehen am Sonntag zur Wahl: Uwe Brunn, Hermann Queckenstedt und Reinhard Stiehl. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Sie sind noch nicht gewählt, und deshalb wollen sie nur mit gebotener Zurückhaltung über ihre Pläne für das Amt sprechen, das sie am Sonntag (11 Uhr) bei der Jahreshauptversammlung des VfL Osnabrück anstreben. „Wir sind hoffnungsfroh, zuversichtlich und tatendurstig“, sagt Hermann Queckenstedt, der mit Uwe Brunn und Reinhard Stiehl das designierte Präsidium bildet.

Als Team haben sie sich gefunden, sie trauen einander und trauen sich zu, den VfL in einer schwierigen Phase auf seinem Weg zu unterstützen. Jeder auf seine Weise: Queckenstedt, Leiter des Diözesanmuseums, langjähriger VfL-Gänger und wie seine Kollegen in der Region tief verwurzelt und bestens vernetzt, soll sich vor allem um die grundsätzliche Außendarstellung und die gesellschaftliche Präsenz kümmern. Die Identität des Vereins neu entwickeln, seine soziale Kraft betonen und vor allem die anderen Abteilungen stärker berücksichtigen: „Der Fußball und der Profifußball bleiben der Kern, aber es geht auch um Schnittstellen zu den anderen Sportarten. Und wir wollen die zurückholen, die sich vom VfL in den letzten Jahren abgewandt haben.“

„Enttäuschte Liebhaber kann man aufs Neue erobern“, beschreibt das Reinhard Stiehl, als Geschäftsführer einer Werbeagentur prädestiniert für die Verbesserung der Kommunikation, intern wie extern. „Erst einmal müssen wir viel zuhören und aufnehmen und nicht das große Wort schwingen“, sagt er. Deshalb sei man auf die Abteilungen zugegangen, die drei waren beim Training der Tischtennisspieler, bei der Fanabteilung im Fanprojekt und trafen die Fußballtrainer.

Zusammenarbeit mit Finanzexperten Bodo Niehoff denkbar

Uwe Brunn, Torwartidol der Neunzigerjahre und jetzt als selbstständiger Versicherungsunternehmer tätig, steht für das sportliche Profil des Präsidiums: „Wir alle wissen, dass relativ kurzfristig wichtige Personalentscheidungen anstehen, denn es laufen einige Verträge aus. Dabei wollen wir beraten und unterstützen, damit der VfL auf seinem guten Weg vorankommt.“

So in etwa sieht die Eingrenzung der Kompetenzbereiche aus, in denen die drei arbeitsteilig wirken wollen. Dabei machen sie keinen Hehl daraus, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit dem vom Wahlausschuss vorgeschlagenen Finanzexperten Bodo Niehoff sehr gut hätten vorstellen können.

„Wenn wir gewählt werden, tritt ein komplett neues Präsidium an – das hat es beim VfL lange nicht gegeben“, sagt Queckenstedt, „das hat Vorteile, aber es führt auch dazu, dass niemand Wissen aus der früheren Präsidiumsarbeit mitbringt. Wir müssen uns erst mit der Lage vertraut machen, wir werden gut zuhören und dann besonnen handeln.“

Je länger das Gespräch dauert, desto mehr sprudeln die Ideen: Die Bremer Brücke soll nicht nur bei den Spielen so etwas wie die Heimat des ganzen VfL werden, sie wollen in einem Talk basis- und zeitnah informieren, die Fußballabteilung des e.V. soll gestärkt werden. Und alle drei wissen, dass „die finanzielle Sanierung das dickste Brett ist, das gebohrt werden muss“, wie Stiehl sagt.

Was erwarten sie von der Versammlung , bei der jeder die Zustimmung von mehr als 50 Prozent der anwesenden Mitglieder braucht? „Wir wünschen uns eine faire Chance“, sagt Brunn, „damit wir drei gemeinsam zu neuen Ufern aufbrechen können. Wir wollen keine Palastrevolution, sondern dazu beitragen, dass es für den VfL in eine gute Zukunft geht.“

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