VfL Osnabrück feiert mit Fans Lila-Weiße Nacht: Gaucho-Tanz und ein Ständchen für Chahed

Von Christian Hesse


Osnabrück. Die Voraussetzungen hätten besser nicht sein können. Am Freitag feierte der Fußball-Drittligist VfL Osnabrück ausgelassen sein Vereinsfest. Die 16. Auflage der Lila-Weißen Nacht im Alando Palais war geprägt vom zuvor errungenen 3:1-Heimsieg gegen die Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ war an diesem Abend wohl das meist gesungene Liedgut der VfL-Anhänger.

90 Minuten nach dem Abpfiff der Drittliga-Partie ertönten erneut die „Hells Bells“ von AC/DC, die im Stadion das Einlaufen der Mannschaft untermalen. Die Stadionsprecher Carsten Thye und Matthias Wellbrock baten den Spitzenreiter auf die Bühne. Alexander Dercho eröffnete traditionell als Kapitän die Lila-Weiße Nacht. „Ich hoffe, es wird feuchtfröhlich“, fasste sich der 27-Jährige dabei denkbar kurz.

Vor der obligatorischen Tanzrunde der Neuzugänge kam Trainer Maik Walpurgis zu Wort und beschrieb die Taktik seiner Spieler für den Abend. „Wir spielen ja erst in acht Tagen. Da haben die Spieler zwei bis drei Tage Zeit, wieder auszunüchtern“, flachste der 41-Jährige. Das Auslaufprogramm startete mit Beginn der Feierlichkeiten, verriet Walpurgis, der seinen Spielern zwei freie Tage gönnte.

Marcos Alvarez, Kevin Freiberger, Marcel Kandziora und Christian Groß hatten sich zu ihrer Tanzeinlage zusammengeschlossen und präsentierten den Gaucho-Tanz. Der bei den Fans ungeliebte Nachbar aus dem Münsterland bekam dabei die Schelte ab. Dass Francky Sembolo und Addy Menga Rhythmus im Blut haben, ließen sie später aufblitzen. Bevor die Coverband „Faders up!“ dem Publikum einheizte, sangen sie mit der Mannschaft das Vereinslied „Wir sind alle ein Stück“ – nicht immer ganz textsicher, aber mit viel Elan präsentierten sich dabei die VfL-Akteure.

Graffiti-Künstler René Turrek, der in der Mixed-Zone der Osnatel-Arena an einer Collage von emotionalen VfL-Momenten arbeitet, hatte am Freitagabend ebenfalls eine Überraschung parat. Die VfL-Profis durften sich auf einem Bild verewigen und sich als Nachwuchssprayer versuchen. Linksverteidiger Dercho schien dabei besonders motiviert und sprühte eine Blume neben die großen VfL-Letter – mit ein wenig Phantasie war diese auch zu erkennen.

Zu guter Letzt stand Sofien Chahed im Mittelpunkt des Geschehens. Seit Anfang September bestritt Chahed kein Pflichtspiel mehr und durfte sein Comeback nach seiner Verletzung Stunden zuvor feiern. Um Mitternacht bekam der gebürtige Hannoveraner von der Mannschaft und den Fans zum 25. Geburtstag noch ein ganz persönliches Ständchen.