Kampf um einen Platz im Kader VfL-Torwart Heuer Fernandes will mit Portugal zur EM

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EM-Endrunde im Visier: Daniel Heuer Fernandes (12) hofft auf einen Platz im Kader für 2015. Foto; imagoEM-Endrunde im Visier: Daniel Heuer Fernandes (12) hofft auf einen Platz im Kader für 2015. Foto; imago

Osnabrück. Der Stammtorwart des VfL Osnabrück zeigte sich bestens informiert. „Vom unserem 2:0 gegen Hannover 96 habe ich natürlich gehört. Und das sensationelle Tor von Tobi Willers im Netz gesehen“, berichtete Daniel Heuer Fernandes am Sonntagabend aus Rio Maior in der Nähe von Lissabon.

„Fero“, wie er von Freunden genannt wird, ist derzeit wieder unterwegs mit der portugiesischen U21. Am Sonntag stand noch eine späte Trainingseinheit auf dem Programm, an diesem Montag muss der seit Donnerstag 22 Jahre alte Schlussmann noch zweimal ran, ehe es am Dienstag zurück geht nach Osnabrück.

Die erhoffte Spielpraxis hat er an seinem Geburtstag in England beim 1:3 im Testspiel nicht sammeln können; derzeit gibt es vier Keeper, die um die drei Tickets für die EM-Endrunde im kommenden Juni in Tschechien kämpfen. „Ich glaube, ganz gute Chancen zu haben, dass ich einen der drei Plätze bekomme“, sagte der VfL-Leistungsträger. Die Portugiesen kämpfen in Gruppe B gegen Italien, Schweden und England; die DFB-Auswahl von Horst Hrubesch hat es in der A-Gruppe mit Gastgeber Tschechien, Dänemark und Serbien zu tun. Heuer Fernandes rechnet damit, vor dem Turnierstart in einem Testspiel noch einmal die Chance zum Vorspielen zu bekommen.

Bis dahin gilt seine volle Konzentration dem VfL. Über eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags ist noch nicht gesprochen worden; der Torwart sieht keine Eile, der VfL hat durch Geschäftsführer Jürgen Wehlend erklärt, dass die Personalie Heuer Fernandes ganz oben auf der Agenda steht. Der vom VfL Bochum nach Osnabrück gekommene Schlussmann gehört zu den formkonstantesten Akteuren dieser Saison.

Derweil hat das Spiel gegen Hannover 96 gezeigt, dass der VfL in der Breite besser aufgestellt ist als noch vor vier Wochen. Zu den auffälligen Akteuren gehörte auch der Torschütze zum 2:0, Maik Odenthal, der nach einigen Blessuren wieder so stabil zu sein scheint, dass er jederzeit eingesetzt werden kann.

Nach der Grippeerkrankung von David Pisot, der gegen die „Roten“ passen musste, rechnet Trainer Maik Walpurgis damit, dass der Abwehrchef zum Spiel gegen das unberechenbare Team von VfB Stuttgart II rechtzeitig wieder fit wird. „Unsere Alternativen sind in den letzten Wochen aber größer geworden“, meinte Walpurgis mit einem besonderen Verweis auf Christian Groß. Der steht nicht nur im defensiven Mittelfeld an der Seite von Nicolas Feldhahn seinen Mann, sondern hat auch als Innenverteidiger sein Potenzial, wie beim überzeugenden 2:0 über Hannover 96 zu besichtigen war. Und auch Stürmer Francky Sembolo scheint allmählich auf Trab zu kommen – der VfL Osnabrück dürfte für den Jahresendspurt ordentlich gerüstet sein.


Der Fahrplan des VfL bis Jahresende

Freitag, 21. November, 19 Uhr: VfL Osnabrück – VfB Stuttgart U23.

Samstag, 29. November, 14 Uhr: Hallescher FC – VfL Osnabrück.

Sonntag, 7. Dezember, 14 Uhr: Energie Cottbus – VfL Osnabrück.

Samstag, 13. Dezember, 14 Uhr: VfL Osnabrück – Chemnitzer FC.

Samstag, 20. Dezember, 14 Uhr: Dynamo Dresden - VfL Osnabrück.

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