08.11.2014, 13:19 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Ornatelli und Iljutcenko treffen 2:0 über Mainz II – VfL jubelt, aber glänzt nicht


Osnabrück. Man hat sich ja daran gewöhnt, dass der VfL Osnabrück die Nerven seiner Fans strapaziert. Das war beim 2:0 (1:0) gegen Mainz 05 II nicht anders. Aber am Ende waren es nun einmal drei Punkte, mit denen die Lila-Weißen näher an die Spitzengruppe heranrückten und mit ihrer Punktausbeute durchaus zufrieden sein dürfen.

7672 Fans freuten sich über den Erfolg und das Vorpreschen auf Rang sechs und wussten genau, dass es fußballerisch noch viel Luft nach oben gibt.

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Taktik und Personal: Trainer Maik Walpurgis ging die Partie eher konservativ an. Will heißen: Der in den letzten Wochen als Rechtsverteidiger fungierende Massimo Ornatelli blieb auf dieser Position, auch wenn er die offensivere Variante bevorzugt. Der wiedergenesene Stephan Thee fand sich auf Anhieb rechts in der Offensive wieder. Die umkämpfte linke Angriffsseite ging an Michael Hohnstedt, der den Vorzug vor Milad Salem erhielt. Bereits nach gut zwanzig Minuten war das Konzept über den Haufen geworfen, als sich Thee verletzte. Kim Falkenberg kam als Rechtsverteidiger zum Einsatz, Ornatelli rückte vor, sodass es im 4-4-2 weiterging. In den letzten Minuten gab es noch einen kurzen Einsatz für Francky Sembolo. (Die Stimmen zum Spiel finden Sie hier)

Tore und Höhepunkte: Der wieder für die portugiesische U 21 nominierte Daniel Heuer Fernandes verhinderte den Rückstand mit einem sensationellen Reflex gegen Parker (22.). Bis dahin war dem VfL nicht viel eingefallen gegen deckungstreue Mainzer, die nach vorn hin sogar gefährlicher wirkten als der VfL. Mit einem konzentriert vorgetragenen Angriff, der in Alexander Dercho einen präzisen Flankengeber fand, kam der VfL durch Ornatelli zum etwas schmeichelhaften Führungstreffer (32.).

Nach einer längeren Leerlaufphase kam der VfL auch offensiv wieder etwas besser in Schwung und zum erlösenden zweiten Treffer, den Iljutcenko nach feiner Vorarbeit des starken Maximilian Wagner aus spitzem Winkel erzielte (64.). Bei seinem Pass verletzte sich Wagener, er wurde durch Chahed ersetzt. (Hier gibt es die Einzelkritik)

Spielverlauf: Der um Spielkontrolle bemühte VfL hatte durch Stanislav Iljutcenko (5) die erste Möglichkeit, als sein Kopfball knapp über den Querbalken strich. Die Mainzer schafften es schnell, VfL-Torjäger Addy Menga aus dem Spiel zu nehmen. Bei einigen Kontern versprühten sie Gefahr, scheiterten aber am starken VfL-Keeper Heuer Fernandes. Nach dem Wechsel auf Ornatelli in die Offensivposition spielte der VfL etwas druckvoller, ohne dass die gut stehende Mainz-Defensive abgesehen vom Ornatelli-Tor zu arg in Bedrängnis geriet.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich der VfL vom giftigen Zweikampfverhalten der Mainzer den Schneid abkaufen und kam kaum zu nennenswerten Möglichkeiten. Typisch, dass es eine Einzelleistung von Iljutcenko war, die wieder etwas Leben in die Bude brachte. Später war es wieder Keeper Heuer Fernandes, der seinen oft zu sorglos agierenden Kollegen die Führung rettete.

Wertung: Der VfL bot keine überzeugende Leistung, war letztlich aber effektiv genug, um gegen einen fußballerisch nicht unbemittelten, aber abschlussschwachen Gegner die Oberhand zu behalten.

VfL Osnabrück: Heuer Fernandes – Ornatelli, Pisot, Willers, Dercho – Thee (24. Falkenberg) Groß, Wagener (67. Chahed), Hohnstedt – Menga (89. Sembolo), iljutcenko

Auf der Bank: Düker (TW), Odenthal, Kandziora, Salem

Es fehlten: Feldhahn (5. Gelbe Karte), Alvarez (Schulterverletzung), Grassi (Sehnenanriss im Fuß), Glockner (2. Mannschaft), Merkens, Thomik (beide Reha)

Mainz 05 II: Huth – Costly, Weil, Kalig, Roßbach – Bohl, Koch (59. Bouziane) – Nedelev, Pflücke (77. Wachs), Parker (77. Klement) - Sliskovic

Tore: 1:0 Ornatelli (32., Direktabnahme nach Hereingabe von Dercho), 2:0 Iljutcenko (64., aus spitzem Winkel von der rechten Seite nach Klassepass von Wagener)

Zuschauer: 7672

Schiedsrichter: Sather (Grimma)

Gelbe Karten: Iljutcenko - Bohl

Nächstes Spiel: Test gegen Hannover 96 (Freitag, 18 Uhr); 21. November, VfL – VfB Stuttgart II (19 Uhr)


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