Uphusen zeigt sich beim NFV an Wettbetrugs-Verdacht erschüttert Fußball-Oberliga

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Dem VfL Osnabrück trotzte TB Uphusen im September ein 1:1-Unentschieden ab. Nun stehen Uphusener Spieler unter dem Verdacht, die 2:4-Niederlage gegen Jeddeloh begünstigt zu haben. Symbolfoto: Helmut KemmeDem VfL Osnabrück trotzte TB Uphusen im September ein 1:1-Unentschieden ab. Nun stehen Uphusener Spieler unter dem Verdacht, die 2:4-Niederlage gegen Jeddeloh begünstigt zu haben. Symbolfoto: Helmut Kemme

Osnabrück. Ein Wettbetrugs-Verdacht erschüttert die Fußball-Oberliga Niedersachsen, in der auch die U21 des VfL Osnabrück spielt. Unter Verdacht steht das Heimspiel von TB Uphusen am vergangenen Samstag gegen den SSV Jeddeloh (2:4), bei dem die Uphusener einen Strafstoß verschossen und zwei Spieler in der 83. und 88. Minute des Feldes verwiesen wurden. In der Schlussminute erzielte Jeddeloh das vierte Tor. Auf die Partie sollen bei einem Sportwettenanbieter hohe Summen auf eine Handicap-Wette platziert worden sein. Vom ersten Verdacht und einer Selbstanzeige des TB berichtete die Kreiszeitung in Syke.

Bei Horst Hoffmann, dem Leiter der Fußballabteilung des TB, lief am Mittwochmorgen das Telefon heiß. „Ich wollte arbeiten. Bis jetzt bin ich noch nicht dazu gekommen“, sagte Hoffmann auf Anfrage, „Sie sind bereits der Zwölfte, der anruft“. Hoffmann bestätigte, dass der TB nach längerer Sitzung dem Niedersächsischen Fußball-Verband den Verdacht auf eine Spielmanipulation angezeigt hat. „Der Fall liegt jetzt beim Sportgericht des NFV, das den Gerüchten nachgehen wird“, sagte Staffelleiter Burkhard Walden der Kreiszeitung.

Die beiden Spieler, die einer Manipulation verdächtigt werden, sind „vom Spiel- und Trainingsbetrieb freigestellt“, sagte Hoffmann auf Anfrage unserer Zeitung. Details, an denen der Verein den Verdacht festmacht, wollte er nicht bekanntgeben. Um die Spieler zu schützen, bleiben auch die Namen der freigestellten Akteure hinter verschlossenen Türen. Hoffmann betonte, dass der Verdacht und die Freistellung noch keine Schuldfeststellung darstellten. „Das Verfahren läuft beim NFV. Wir unterstützen den NFV, damit die Wahrheit möglichst schnell herauskommt.“ Uphusens sportlicher Leiter, Martin Puls, sagte gegenüber der Kreiszeitung: „Solange nichts bewiesen ist, müssen wir aufpassen, dass wir dem betreffenden Spieler nicht etwas ans Bein flicken, was unter Umständen nicht stimmt.“ Es handele sich um Gerüchte, für die es noch keine faktischen Beweise gebe.

Hoffmann sagte, der TB sei bemüht, den Eklat mit Ruhe und Besonnenheit zu managen, damit „keine falschen Eindrücke entstehen“ und der Verein möglichst schnell zur Realität zurückkehren kann. Am kommenden Samstag müssen die Uphusener beim Rotenburger SV antreten, aus sportlicher Sicht eine wichtige Partie. „Ich hoffe, dass das alles keine nachhaltigen Folgen hat“, sagte Hoffmann. Bis Samstag soll wieder etwas Ruhe einkehren. Zunächst einmal seien aber alle im Verein von dem Betrugsverdacht geschockt.

Zu den Vorfällen in Uphusen will sich Alexander Ukrow, Trainer der U21 des VfL Osnabrück, nicht äußern. Des Problems der Spielmanipulation sei man sich beim VfL bewusstaus schmerzhafter Erfahrung. „Je tiefer die Liga, desto einfacher ist die Manipulation“, ist Ukrow und den VfL-Verantwortlichen klar. Alle Spieler des Nachwuchsleistungszentrums würden regelmäßig durch einen Präventionsbeauftragten geschult, damit sie „auf mögliche Fallen hingewiesen und für das Thema sensibilisiert“ würden, sagt Ukrow. „Wir arbeiten präventiv. Damit sind wir bislang gut gefahren.“


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