Wahlausschuss nominiert Konsensteam Präsidiumswahl beim VfL Osnabrück: Vier aus zwölf

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Mit Großandrang – wie hier Ende 2012 – kann bei der VfL-Mitgliederversammlung am 30. November gerechnet werden. Foto: Helmut KemmeMit Großandrang – wie hier Ende 2012 – kann bei der VfL-Mitgliederversammlung am 30. November gerechnet werden. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. …und noch immer keine Namen: Das Warten auf die Bekanntgabe der Kandidaten für die Präsidiumswahl beim VfL Osnabrück geht weiter.

Am Montag trafen sich die vier vom Wahlausschuss ausgewählten Kandidaten, die der Mitgliederversammlung am 30. November zur Wahl vorgeschlagen werden sollen. Dieses Quartett wurde aus ursprünglich zwölf Bewerbern nach Beratungen und Abstimmungen ausgesucht.

Dabei legte der Wahlausschuss Wert darauf, ein Konsensteam zu bilden, um „alle Strömungen und Interessen im Verein – Fans, Sponsoren, Abteilungen, Vereinsgremien, Stadt- und Landkreis – zu berücksichtigen und durch einen Kompromiss eine unnötige Konfrontation zu vermeiden.“

So steht es seit Montag in einer Stellungnahme des Gremiums auf der Internet-Seite des VfL. Darin betont der vom Rechtsanwalt Ralf Wöstmann geführte Wahlausschuss, dass dieses Vorgehen der Vorgabe in § 14 der Satzung entspricht. Diese Regelung wurde bei der Jahreshauptversammlung im Dezember 2012 verabschiedet. Laut Statement des Wahlausschusses entspricht diese Regelung der von anderen Klubs wie beispielsweise Borussia Dortmund und wird vom DFB unterstützt, um die Besetzung der Führungspositionen nicht der zufälligen Zusammensetzung und der Stimmung einer Mitgliederversammlung zu überlassen („Lex Schalke“).

Kritik der Fans

Die Erklärung des Wahlausschusses ist offenbar eine Reaktion auf die Kritik einiger Fans, die fordern, dass bei der Mitgliederversammlung alle Bewerber zur Wahl stehen sollen. Die Fangruppe NfdV sammelt bereits Unterschriften, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen; dazu sind 100 Mitglieder erforderlich.

Der Wahlausschuss hat, so heißt es in der Erklärung, mehrheitlich entschieden, nicht alle zwölf Kandidaten zur Wahl vorzuschlagen und begründet das so: „Es wäre der Mitgliederversammlung mit mehreren Hundert Mitgliedern schon aus zeitlichen Gründen nicht möglich gewesen, die Eignung der Kandidaten in der gebotenen Sorgfalt zu prüfen. Darüberhinaus hätte das zu einem zusammengewürfelten Präsidium geführt.“ Das Vorgehen sei satzungs- und gesellschaftsrechtlich geprüft worden.

Derzeit wartet der Wahlausschuss auf die letzte Erklärung des Quartetts. Wenn die vier – mit einer eindeutigen Zuordnung der Positionen Präsident, zwei Vizepräsidenten, Schatzmeister – in dieser Konstellation bereitstehen, werden die Namen verkündet. Wenn nicht, muss der Wahlausschuss erneut in den Findungsprozess eintreten. Ziel bleibt, ein drei- oder vierköpfiges Konsenspräsidium vorzuschlagen, um zu vermeiden, „dass erneute Personalquerelen dem VfL enormen Schaden zufügen.“


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