Ornatelli wieder im Training VfL sucht Präsidium: Zustimmung des Ehrenrats fehlt noch

Von Harald Pistorius

Haben die Wahl: die Mitglieder des VfL Osnabrück. Foto: Helmut KemmeHaben die Wahl: die Mitglieder des VfL Osnabrück. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der Wahlausschuss des VfL Osnabrück hat sein Votum zwar getroffen, doch es wird noch ein paar Tage dauern, bis die Namen der Kandidaten für die Präsidiumswahlen offiziell öffentlich genannt werden. Wahrscheinlich erst Anfang nächster Woche wird bekannt, welche Anwärter bei der Mitgliederversammlung am 30. November zur Wahl stehen.

Am Montag hatte sich das von Ralf Wöstmann geleitete Gremium nach intensiver Beratung in geheimer Abstimmung für die Kandidaten entschieden. Außer Wöstmann gaben Benjamin Wischmeyer (Fanabteilung), Herbert Knüppe und Friedel Rahe (Ehrenrat) sowie KGaA-Geschäftsführer Jürgen Wehlend ihre Stimmen ab. Präsident Christoph Ehrenberg, der zum Wahlausschuss gehört, aber kein Stimmrecht hat, sowie der abwesende Jörg Seliger (Schwimmabteilung) nahmen weder an den Beratungen noch an der Abstimmung teil.

Die in der Satzung vorgesehene Anhörung des Ehrenrats, der dem Vorschlag des Wahlausschusses zustimmen muss, konnte allerdings nicht wie vorgesehen am Dienstag stattfinden. Ein plötzlicher Krankheitsfall, so der Vorsitzende des Gremiums, Herbert Knüppe, und eine privat bedingte Abwesenheit hätten die ordnungsgemäße Sitzung und die Zustimmung zum Votum des Wahlausschusses verhindert. Knüppe hofft, dass das bis Anfang nächster Woche erledigt ist.

Ob es dann zu weiteren Verzögerungen kommt, hängt davon ab, ob die ausgewählten Kandidaten ihrer Nominierung unter den aktuellen Umständen zustimmen. Immerhin lässt das Prozedere der geheimen Abstimmung darauf schließen, dass der Wahlausschuss nur einen Teil der elf ursprünglich angetretenen Kandidaten für die Präsidiumsämter vorgeschlagen hat.

Nach zwei freien Tagen nahm der VfL am Dienstag mit einem verschärften Programm den Trainingsbetrieb wieder auf. Nicht dabei: die grippegeschwächten David Pisot und Frank Lehmann sowie der mit einer Fußprellung pausierende Davide Grassi. Mit gebremstem Schaum stieg Massimo Ornatelli wieder ins Training ein; der Deutsch-Italiener hatte zwei Wochen wegen einer Oberschenkelverletzung ausgesetzt.

Damit setzte sich für den überragenden Kreativspieler der Rückrunde der vergangenen Saison die Seuche fort: Nach einer Verletzung in der Vorbereitung, d em Platzverweis in Chemnitz sowie einer erneuten Blessur hat Ornatelli weder Rhythmus noch Wettkampffitness, sodass es bis zu seinem Comeback noch dauern kann.

Am Dienstag gab es ein Trainingsspiel eines aus Profis mit wenig Einsatzzeiten und Talenten (Steffen Tigges, Jonas Burke, Luca Schmidt, Nicolas Eiter) zusammengesetzten Teams gegen die Oberliga-U-21 von Alexander Ukrow.