VfL letzter der Fairplay-Tabelle Iljutcenko fehlt wegen Gelbsperre gegen Regensburg

Von Benjamin Kraus

Fehlt gegen Regensburg: Stanislav Iljutcenko (2.von rechts), der in Unterhaching einen verwandelten Elfmeter von Nicolas Feldhahn feiert. Foto: RuizFehlt gegen Regensburg: Stanislav Iljutcenko (2.von rechts), der in Unterhaching einen verwandelten Elfmeter von Nicolas Feldhahn feiert. Foto: Ruiz

Osnabrück/Unterhaching. Erstmals wird beim VfL Osnabrück in dieser Saison ein Spieler wegen einer Gelbsperre fehlen: Es ist Stanislav Iljutcenko, der beim 4:3-Sieg in Unterhaching die fünfte Gelbe Karte sah.

Was man dem jungen Stürmer aber nicht vorwerfen kann: Teil der Entwicklung des 23-Jährigen, der vor der Saiosn 2013/2014 aus der fünften Liga von Westfalia Rhynern zum VfL gekommen war, ist ohne Frage, dass er gelernt hat, sich in den Zweikämpfen zu wehren. Und das muss er auch: Im Spielsystem von Maik Walpurgis ist Iljutcenko noch eher als Addy-Waku Menga der Zielspieler für lange Bälle über die gegnerische Mittelfeldreihe. Nimmt er diese mit dem Rücken zum Tor an, muss er automatisch in den Zweikampf. Gegen Unterhaching musste er selbst auch einige Attacken von hinten einstecken.

Sein Foul, für das er die Gelbe Karte sah, war dagegen ein harmloses Festhalten des Gegners an der Mittellinie. Schiedsrichter Sven Waschitzki stufte dieses aber als taktisches Foul ein, da Iljutcenko einen Angriff der Unterhachinger verhindert habe - eine nachvollziehbare Entscheidung. Somit fehlt der Stürmer gegen Regensburg am nächsten Samstag.

Insgesamt sah der VfL in Unterhaching fünf Gelbe Karten - sicher auch eine Folge der Strategie, mit körperlicher Präsenz die einzeltechnische und spielerische Stärke der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Dass dies ein prägendes Mittel des VfL-Spiels ist, beweist auch die Statistik: In der Fairplay-Tabelle des DFB belegt der VfL derzeit mit 32 Gelben, einer Gelb-Roten sowie zwei Roten Karten den letzten Platz der 20 Drittliga-Teams.

Wobei dies nur die reinen Zahlen sind - diskutieren kann man sicher darüber, ob etwa die beiden Roten Karten (gegen Ornatelli in Chemnitz und gegen Grassi im Derby gegen Münster) wirklich zu Recht gegeben worden sind. In Unterhaching hatte der VfL aber sicher nicht unbedingt Pech mit dem Schiedsrichter, der schon die Option hatte, den bereits verwarnten Alexander Dercho kurz vor der Pause wegen Ballwegschlagen vom Platz zu stellen.