Interview mit dem VfL-Stürmer Sagen Sie mal, Herr Menga...

Von Benjamin Kraus

Eingefangen zum Jubel: Addy-Waku Menga mit Davide Grassi. Foto: RuizEingefangen zum Jubel: Addy-Waku Menga mit Davide Grassi. Foto: Ruiz

Unterhaching. Direkt nach Spielschluss war Addy-Waku Menga völlig geschafft. 90 turbulente Minuten lagen genauso hinter ihm wie sein entscheidender und sehenswerter Treffer zum 4:3-Sieg in der letzten Minute. Bevor ihn die Offiziellen zur Doping-Kontrolle mitnahmen, stand Menga im Kurz-Interview Rede und Antwort.

Herr Menga, was für ein Wahnsinnsspiel war das denn?

Addy-Waku Menga, Torschütze zum 4:3-Siegtreffer in Unterhaching: Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Aber ich kann mich gerade gar nicht so richtig darüber freuen.

Wieso?

Weil ich bei unserer Riesenchance, als wir 3:1 führen und frei vor dem Tor sind, auf Stani querlegen muss. Dann braucht er den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Da habe ich die falsche Entscheidung getroffen, was mir total leidtut jetzt. Gerade, weil Stani mir in dieser Saison schon fünf Dinger aufgelegt hat. Da hätte ich mich revanchieren können, revanchieren müssen.

Das wäre die Entscheidung gewesen – so wurde es noch einmal richtig eng.

Ja. Dafür muss ich mich auch bei der Mannschaft entschuldigen.

Aber Sie haben Ihren Fehler wieder gutgemacht: mit diesem Traumtor kurz vor Schluss.

Die Flanke war gut, der Ball kam direkt zu mir. Ich habe einfach draufgehalten. Ich glaube, es wird ein wenig dauern, bis wir dieses Spiel verarbeitet haben.