Stimmen zum 2:1-Sieg des VfL gegen Kiel Walpurgis lobt Menga, Menga dankt Iljutcenko

Von Harald Pistorius


Osnabrück. Erleichterung und Zufriedenheit beim VfL Osnabrück, Enttäuschung und Ärger über eine angebliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters bei Holstein Kiel: Hier sind die Reaktionen aus der Mixed Zone und aus der Pressekonferenz auf den 2:1-Sieg der Lila-Weißen.

Maik Walpurgis, Trainer des VfL: „Es war das erwartet intensive, enge Spiel gegen einen starken Gegner, der sofort gut im Spiel war – im Gegensatz zu uns. Da hat uns natürlich die Cleverness von Addy geholfen, der aus einer halben Chance ein Tor macht. Beim Ausgleich haben wir schlecht verteidigt, aber das tolle 2:1 nach einem gut ausgeführten Einwurf hat uns den Sieg beschert. Ich bin froh, dass die Kräfte am Ende einer strapaziösen englischen Woche gereicht habe. Die zwei freien Tage, die ich der Mannschaft gerade gegeben habe, hat sie sich verdient.“

Karsten Neitzel, Trainer von Holstein Kiel: „Wir wussten, wieviel Wucht und Zweikampfstärke uns in Osnabrück erwarten würde. Die Mannschaft hat sich über weite Strecken gut dagegen gewehrt und in der ersten Halbzeit fast nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit lief es nicht mehr ganz so gut, aber einen Punkt hätten wir mitnehmen müssen. Aber leider gab es diesen kurzen Moment der Unachtsamkeit vor dem zweiten Tor. Trotzdem hätten wir noch den Ausgleich machen können, denn kurz vor Schluss nimmt Sané dem einschussbereiten Herrmann den Ball vom Fuß. Und die Aktion von Pisot gegen Vendelbo war ein klarer Elfmeter, ich habe mir die Videobilder schon angesehen. Daraus resultierte auch der Platzverweis, denn Kandziora bekommt die erste Gelbe, weil er sich darüber beschwert. Die Gelbe nach dem Foul an Heuer Fernandes war in Ordnung, wir beschweren uns nicht.“

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

David Pisot, Abwehrchef des VfL: „Die erste Halbzeit war total ausgeglichen, in der Zweiten hatten wir Vorteile. Es war kein schönes Spiel, aber wir haben alles für den Sieg getan. Entscheidend war wieder mal, dass wir die Zweikämpfe angenommen haben.“

Nicolas Feldhahn, VfL-Mittelfeldmotor und Schütze des Siegtores: „Eigentlich wollte ich dem Addy mal ein Tor auflegen, jetzt ist es umgekehrt gekommen. Er hat das Zuspiel genauso gewollt, und ich habe keine Sekunde gezögert, das Ding volley zu nehmen – das kann auch schiefgehen, aber ich glaube, dass Mut und Entschlossenheit belohnt werden. Das gilt insgesamt für diesen Arbeitssieg. Ich glaube, am Ende hat den Ausschlag gegeben, dass wir dieses enge Spiel unbedingt gewinnen wollten.“

Tobias Willers, Abwehrspieler des VfL Osnabrück: „Wir wussten genau, was auf uns zukommen würde, deshalb haben wir insgesamt etwas defensiver gespielt. So war es wohl kein Leckerbissen für die Zuschauer, aber wir waren top eingestellt auf den Gegner. Wie es für uns in dieser Saison weitergeht, ist schwer zu sagen – wenn wir immer an 100 Prozent rankommen, dann könnten wir sogar oben mitspielen.“

Addy Waku-Menga, VfL-Stürmer, Schütze beim 1:0 und Vorbereiter beim 2:1: „Ein tolles Gefühl, ein hart erkämpfter Sieg. Fantastisch, wie die Zuschauer mich gefeiert haben, aber das gehört der ganzen Mannschaft. Auch gerade Stani, der mir jetzt schon zum dritten Mal ein Tor aufgelegt hat. Alles ist nur möglich, weil ich richtig fit bin – aber wer unter Trainer Maik Walpurgis nicht fit wird, wird es nie. Ich bin froh, dass ich in seiner Mannschaft spielen darf.“

Marc Heider, Holstein-Stürmer, der aus der VfL-Jugend stammt: „Es war ein verdammt enges Spiel, in dem wir einen Punkt verdient hatten. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit das Spiel im Griff gehabt und sind durch ein Tor wie aus dem Nichts in Rückstand geraten. Kurz vor Schluss, bei dem Foul von Pisot an Vendelbo, kann man Elfmeter für uns geben.“

Hauke Wahl, Kieler Abwehrspieler: „Das ist ganz bitter, dass wir nach einem guten Auswärtsspiel wieder mit leeren Händen dastehen. Uns fehlte allerdings in Kleinigkeiten die letzte Konsequenz. Wir müssen jetzt auch aus so einem Spiel etwas Positives daraus mitnehmen. Im März sind wir hier noch untergegangen und haben eine Klatsche bekommen.“