Im Halbfinale des Landespokals VfL Osnabrück gewinnt 3:0 gegen FT Braunschweig


ab/jka Osnabrück. Der VfL Osnabrück ist nur noch einen Sieg vom Einzug in den DFB-Pokal der kommenden Saison entfernt. In einem streckenweise zähen Match bezwangen die Lila-Weißen im Viertelfinale des Landescups Regionalliga-Aufsteiger FT Braunschweig mit 3:0 (0:0). Vor der stattlichen Kulisse von 3161 Zuschauern erzielten Kandziora (48.), Menga (73.) und Iljutcenko (88.) die Treffer zu einem Erfolg, der hart erarbeitet werden musste.

„Entscheidend ist, dass wir weiter sind. Wir trafen auf einen Gegner, der mit seiner defensiven Art schwer zu spielen war“, analysierte VfL-Trainer Maik Walpurgis. In der ersten Hälfte habe das Timing nicht immer gestimmt. „Aber als wir die Gegenwehr gebrochen haben, ist uns noch ganz ordentlicher Fußball gelungen“, sagte der Coach.

Der VfL tat sich schwer in der Anfangsphase gegen tief gestaffelte Freie Turner, deren Trainer Uwe Walther der Defensive eine Fünferkette verordnet hatte. Maik Walpurgis hielt am 4-4-2 fest, nahm aber wie angekündigt einige Änderungen vor. Der sichere Lehmann bekam im Tor eine neue Chance, Willers rückte für Thee auf die Rechtsverteidigerposition. Innen kam Grassi zum Einsatz, er ist nach abgelaufener Sperre auch am Samstag im Ligaspiel gegen Kiel wieder einsatzberechtigt. Den Weg in die Startelf fanden auch Ornatelli (für Salem), Wagener (für Feldhahn), Kandziora (für Hohnstedt) und Alvarez (für Iljutcenko).

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Von gepflegtem Kombinationsspiel beim VfL war zunächst nichts zu sehen. Durch die hohen Bälle ließen sich die Braunschweiger nicht aus der Reserve locken, echte Torchancen fehlten absolut.

So dauerte es bis zur 30. Minute, ehe bei einem Kopfball von Willers nach der ersten VfL-Ecke durch Ornatelli so etwas wie echte Torgefahr zu registrieren war. Bei etwas mehr Konzentration hätte eigentlich der Führungstreffer fallen müssen – es war ein schulmäßiger Konter mit Alvarez, Menga und Pisot, nur dass dem Verteidiger am Ende die Entschlossenheit fehlte, um frei stehend energisch abzuschließen (36.). Und Grassi hätte mit etwas mehr Aufmerksamkeit nach einem Eckstoß leicht das jetzt doch überfällige 1:0 erzielen können (38.).

Es hatte offensichtlich in der Kabine Redebedarf gegeben, denn nach Wiederbeginn präsentierte sich ein zielstrebigeres und dynamischeres VfL-Team, das sich schnell mit dem Führungstreffer belohnte, als Kandziora (48.) Torwart Reck überlupfte. Chahed (51.) und Feldhahn (53.) hätten bei Distanzschüssen schnell nachlegen können. Es war insbesondere Feldhahn, der mit seiner positiv aggressiven Art die Kollegen mitriss.

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Nach einer kurzen Phase mit Leerlauf und einer guten FT-Möglichkeit von Morton, die zur Ecke abgewehrt wurde (72.), sorgte der VfL für klare Verhältnisse, indem Linksverteidiger Dercho präzise flankte und Publikumsliebling Menga mit einer Direktabnahme den VfL-Anhang erlöste (73.). Der VfL-Stürmer wurde wenig später mit stehenden Ovationen in die Kabine verabschiedet. Dort hörte er nur noch den Jubel über das 3:0, das Iljutcenko nach feiner Vorarbeit von Feldhahn gelang.

Der Mann mit der Nummer 19 war so etwas wie der Matchwinner. „Es war eine schwere Geburt, aber letztlich sind wir verdient weitergekommen“, fasste er seine Eindrücke zusammen.


VfL Osnabrück - FT Braunschweig 3:0 (0:0)

VfL Osnabrück: Lehmann – Pisot, Willers, Grassi, Dercho – Wagener (46. Feldhahn), Chahed – Ornatelli, Kandziora – Menga (75. Glockner), Alvarez (61. Iljutcenko). – Trainer: Walpurgis. – Auf der Bank: Heuer Fernandes (TW), Freiberger, Hohnstedt, Thee.

FT Braunschweig: Reck – Behrens (65. Lührs), Fricke, Eggers, Kaupert – Fiedler (74. Richter), Samawatie, Neumann – Morton, Stucki, Gehde (78. Walther). – Trainer: Walther.

Tore: 1:0 Kandziora (48., Vorarbeit von Menga), 2:0 Menga (73., Flanke von Dercho), 3:0 Iljutcenko (88., Vorarbeit von Glockner).

Gelb: 79. Ornatelli/–.

Schiedsrichter: Bramlage (VfL Oythe). – Zuschauer: 3161.