Preußen-Fans zünden Pyrotechnik Mindestens 20 Verletzte bei Derby in Osnabrück

Die Preußen-Fans zünden Pyrotechnik zu Beginn des Spiels. Foto: Helmut KemmeDie Preußen-Fans zünden Pyrotechnik zu Beginn des Spiels. Foto: Helmut Kemme

chl/pm Osnabrück. Beim Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster sind mindestens 20 Gästefans durch Pyrotechnik verletzt worden. Sie mussten durch Sanitäter behandelt werden. Nach dem Spiel kam es noch zu kleineren Scharmützeln zwischen Preußen-Fans und der Polizei. Zwei Personen wurden festgenommen.

Vor dem Spiel verlief noch alles ruhig. .Die Gäste aus Münster reisten überwiegend mit dem Zug an. Vom Bahnhof zur Osnatel-Arena wurden sie durch Polizisten begleitet. Dies verlief ohne Zwischenfälle, so die Polizei in einer Pressemitteilung. Zuvor fand ein ebenfalls überwiegend unproblematischer Marsch der Osnabrücker Fans statt , bei dem kurzzeitig Pyrotechnik gezündet wurde. Kurz vor Spielbeginn befanden sich alle Fangruppierungen im Stadion.

Vor dem Einlaufen der Mannschaften zündeten Münster-Fans Pyrotechnik. Dadurch mussten zahlreiche Personen den Gäste-Block hustend verlassen. 20 Gäste wurden durch Sanitäter behandelt. Nachdem dieser Rauch verzogen war, zündeten die Fans erneut eine Rauchbombe. Auch danach verließen Fußballfans hustend den Block. Carsten Gockel, Sportvorstand bei Preußen Münster, ärgerte sich über die Aktion der eigenen Fans: „Diese Pyro-Aktion ist bedauerlich, das muss aufgearbeitet werden – und zwar nicht nur, weil uns das wieder Geld kosten wird. Dass auch noch Leute dabei verletzt werden, wollen wir definitiv nicht sehen. Zuletzt hatten wir in dieser Hinsicht keine Probleme mit unseren Fans – daher hoffen wir, dass das eine einmalige Aktion im Rahmen des Derby war.“

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Danach verlief die Partie ohne weitere Vorkommnisse. Nach dem Spiel begleiteten die Polizisten die Münster-Fans zum Bahnhof. Hierbei versuchten die Gäste mehrfach, Polizeibeamte anzugreifen. Zwei Personen wurden festgenommen. Zeitgleich wollten Osnabrücker Fans zu den Münsteranern vordringen. Die Polizisten verhinderten jedoch ein Zusammentreffen. Mit erheblicher Verspätung erfolgte schließlich die Abfahrt des Zuges nach Münster. Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere zum Zünden von Pyrotechnik, dauern noch an.

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