Südtribünen-Eröffnung gegen VfL Stadt Chemnitz: 25 Millionen für ein neues Stadion

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Hoch hinaus? Christian Mauersberger (l.) und Marco Kehl-Gomez vom CFC gehen bei der Besichtigung voran. Foto: HärtelpressHoch hinaus? Christian Mauersberger (l.) und Marco Kehl-Gomez vom CFC gehen bei der Besichtigung voran. Foto: Härtelpress

det Osnabrück. Am Mittwoch überzeugten sich die Drittliga-Fußballer des Chemnitzer FC vom Baufortschritt im Stadion an der Gellertstraße. Wenn voraussichtlich nach der Winterpause die Arbeiten an allen vier Tribünenseiten abgeschlossen sind, verfügen die Himmelblauen über ein zweitligareifes Schmuckkästchen. Ob dieses Attribut dann auch für die neu zusammengestellte Mannschaft des DDR-Meisters von 1967 gilt, darf bezweifelt werden – auch wenn die Sachsen furios in die Saison gestartet sind.

Mit einem 3:0-Sieg beim Halleschen FC ließ der CFC – am Samstag (14 Uhr) Gastgeber des VfL Osnabrück – zum Auftakt aufhorchen. Und das mit sechs überwiegend jungen Zugängen in der umgekrempelten Startelf. Nach einer enttäuschenden Vorsaison, die Chemnitz als eigentlicher Aufstiegskandidat nur auf Platz zwölf beendete, kam es mit gekürztem Etat zum Radikalumbruch. „So eine Saison wie die letzte wollten wir uns nicht noch einmal antun“, sagte Präsident Mathias Hänel, „das war gesundheitsschädigend“.

Unter ihren Möglichkeiten gebliebene Stammspieler wie Maik Kegel (nun Holstein Kiel), Anton Makarenko (Energie Cottbus), Sascha Pfeffer (Hallescher FC) und Benjamin Förster (SV Elversberg) gingen. Hinzu kamen überwiegend junge und weniger bekannte Akteure wie die Innenverteidiger Marc Endres (1. FC Heidenheim) und Nils Röseler (Twente Enschede), die gegen Halle glänzten. Auffälligster Akteur beim Auftakt war allerdings Offensivspieler Reagy Ofosu (zuletzt FC Ingolstadt), der auf Vorlage des wichtigen neuen Kapitäns Anton Fink das 1:0 (45.) erzielte.

„Wir bleiben auf dem Teppich“, versprach nach dem 3:0 Hänel, der den Weg mit einem jungen Kader und wenigen Routiniers wie den nach langer Verletzung noch nicht wieder voll leistungsfähigen Rechtsaußen Ronny Garbuschewski konsequent weitergehen will. Mit Karsten Heine, der im vergangenen Spätherbst Gerd Schädlich ablöste, hat der Traditionsklub den für diesen Kurs passenden Trainer. Heine hat in 15 Jahren bei Hertha BSC bei der Arbeit mit jungen Spielern große Meriten gesammelt. „Wir haben eine junge Truppe mit gut ausgebildeten Fußballern, die mit Leidenschaft den Erfolg suchen“, lobte Heine seinen Kader, von dem erwartet wird, dass er die Enttäuschung der Vorsaison weitgehend vergessen macht.

Zum zehnten Mal seit 1992/93 sind die Osnabrücker Gast in Chemnitz, wo die Bilanz erstaunlich gut ist: Von zehn Spielen gewannen die Lila-Weißen sechs und verloren nur drei. Diesmal sind die Osnabrücker bei einer Premiere dabei: Erstmals ist der Mittelblock der neuen Südtribüne nutzbar. Die „Nord“ soll am 15. August im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Mainz 05 eröffnet werden. Dann beginnt der Abriss der Ostkurve. Wenn die Umbauarbeiten im laufenden Betrieb nach der Winterpause abgeschlossen sind, haben Stadt und Land eine moderne Arena mit einer Kapazität von 15200 Zuschauern für rund 25 Millionen Euro finanziert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN