Neuzugänge des VfL, Teil 10 Addy Menga: Auf Rückkehr zum VfL immer gehofft

Addy Menga ist zurück im Lila-Weißen Dress. Archivfoto: Helmut KemmeAddy Menga ist zurück im Lila-Weißen Dress. Archivfoto: Helmut Kemme

Osnabrück. Entdeckt wurde er auch wegen seiner Salti. Der ehemalige VfL-Profi Detlev Hegekötter sah während seiner Trainerzeit in Engter auf einem Nachbarplatz einen Jungen Salto springen – nach erfolgreichem Torschuss. Hegekötter, bekannt für sein Auge für Talente, erkundigte sich, beobachtete den Jungen und leitete ihn in den VfL-Talentschuppen weiter. Der Junge war 16, er stammte aus dem Kongo, lebte mit seiner vor der Diktatur geflohenen Familie in Venne.

Jetzt kehrt Addy Waku Menga zurück. 13 Jahre nach seinem Debüt in der ersten Mannschaft des VfL, sieben Jahre nach seinem letzten Einsaz für Lila-Weiß. „Ich habe immer gehofft, dass ich zurückkommen kann. Aber dazu brauchte ich eine gute Saison“, sagt Menga.

Zuletzt standen seine Engagements in der 3. Liga unter keinem guten Stern, weder in Wiesbaden noch bei Preußen Münster. Vielleicht war es die Last der Erwartungen und der Druck, unter den er sich selbst setzte – schließlich war Addy Menga in Osnabrück ein Publikumsliebling gewesen und 2007 für eine Ablöse von 250000 Euro zum Bundesligisten Hansa Rostock gewechselt.

Im Sommer 2013 war er ohne Verein und beschloss, nicht mehr nur auf den Fußball zu setzen. Der Familienvater schrieb sich an der Volkshochschule ein, um die mittlere Reife zu machen, und suchte sich einen Ausbildungsplatz als Erzieher. Fußball sollte nur Nebensache sein.

Sein Teamkollege Alexander Nouri überredete ihn zum Wechsel in die Regionalliga. „Das war ein schwerer Schritt, und ohne Alex wäre ich nie dorthin gegangen“, sagt Menga. Dank Nouri, der ein starkes Einstandsjahr als Trainer hinlegte und inzwischen bei Werder Bremen als Ko-Trainer in der Bundesliga gelandet ist, startete der schnelle, vielseitige Stürmer durch; 24 Tore machten einige Clubs hellhörig.

„Es gab mehrere Anfragen, aber als ich vom Interesse des VfL erfuhr, habe ich nicht überlegt“, lacht Menga, „das ist eine Herzensangelegenheit, ich freue mich riesig.“ Viele Spieler kennt er, die Fans freuen sich auf ihn. Den Salto kann er immer noch. „In Oldenburg habe ich ihn einmal gemacht“, lacht Addy, „mal sehen, ob ich ihn in Osnabrück auch noch hinkriege.“


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