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VfL Osnabrück: Trainer-Legende gestorben Fußballfans trauern um Werner Biskup

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Ein charismatischer Trainer: Werner Biskup lebte und litt mit seinen Spielern. Der ehemalige Coach des VfL Osnabrück ist im Alter von 72 Jahren verstorben.Ein charismatischer Trainer: Werner Biskup lebte und litt mit seinen Spielern. Der ehemalige Coach des VfL Osnabrück ist im Alter von 72 Jahren verstorben.

Osnabrück. Traurige Nachricht für alle Fans des VfL Osnabrück: Werner Biskup, eine der legendären Trainerfiguren in der Geschichte des Klubs, ist am Sonntag im Alter von 72 Jahren in einem Krankenhaus in Quakenbrück verstorben. Das hat der Verein Hannover 96, den Biskup 1985 in die Bundesliga führte, am Dienstag bestätigt.

Zweimal trainierte Werner Biskup den VfL: 1980 holte ihn Manager Helmut Kalthoff zur Bremer Brücke, um die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga zu schaffen. Der ehemalige Bundesligaprofi riss Spieler und Fans auf Anhieb mit; vor allem in der Vorrunde begeisterte die Mannschaft um Rolf Meyer,. „Buttje“ Rosenfeld, Lothar Gans, Ralf Lehmann, Detlev Olaidotter oder dem inzwischen verstorbenen Horst Feilzer vor ausverkauftem Haus. In der stärksten 2. Liga Nord aller Zeiten mit Eintracht Braunschweig, Werder Bremen und Hertha BSC Berlin spielte der VfL lange in der Spitze mit und erreichte am Ende das Saisonziel.

Nach dem Abstieg 1992/93 gab der VfL dem durch seine Alkoholkrankheit fast in Vergessenheit geratenen Trainer die Chance zum Comeback. Wieder war es Kalthoff, der den charismatischen Coach verpflichtete. Als die von Biskup mit einigen ehemaligen Bundesligaprofis wie Frank Hartmann und Martin Giesel verstärkte Mannschaft 1994/95 auf dem Weg in die 2. Bundesliga war, erlitt er einen Rückfall, wurde entlassen und durch Heiko Flottmann ersetzt.

Es war das Ende seiner Laufbahn als Profitrainer, doch er blieb dem Fußball verbunden. Als Amteurtrainer in der Region Cloppenburg, wo er mit seiner Familie heimisch wurde. Und als Scout und Talentsichter, zunächst für den 1. FC Köln, seit einem Jahr für Hannover 96. Die Roten waren der Verein, mit dem Biskup die größten Erfolge feierte: Seit dem sensationellen Aufstieg in die Bundesliga 1985 mit einer blutjungen Mannschaft verehrten ihn die Fans. Der Spruch „Fußball ist unsere Religion – Werner Biskup unser Gott“ hatte Kultstatus im Niedersachsenstadion.

In Osnabrück hatte Biskup Mitte der neunziger Jahre seine zweite Frau Maike kennengelernt, mit der er vor 16 Jahren seinen Sohn Philipp bekam. Biskup hinterlässt außerdem zwei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder.


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