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Crowdfunding: 487868 Euro erlöst VfL Osnabrück: Lizenz-Unterlagen eingereicht

Von Sportredaktion

Der VfL Osnabrück kämpft um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison. Symbolfoto: Michael GründelDer VfL Osnabrück kämpft um die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat am Dienstag sein Ziel nicht nur erreicht, sondern weit übererfüllt – zumindest was das Crowdfunding betrifft. „Am Ende können wir als finalen Kontostand 487868 Euro beim DFB hinterlegen – ein grandioses Ergebnis“, sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Mittag gegenüber noz.de. Inzwischen hieß es vom VfL Osnabrück, dass man alle notwendigen Unterlagen beim DFB eingereicht habe.

Bereits am Vormittag hat die eingezahlte Summe die Grenze von 400000 Euro überschritten, nach Abschöpfung aller überwiesenen Beträge könne man nun über 487.868 Euro verfügen, sagte Wehlend. Der VfL-Geschäftsführer erklärte, dass dieses Geld – übrigens mehr als die Hälfte der vom DFB geforderten Liquiditätsreserve von 950000 Euro - nun auf dem Treuhandkonto verbleibe. Beim DFB geht als Nachweis eine Bürgschaft des Treuhänders ein, eine Rechtsanwaltskanzlei aus München.

Im Kampf um die Lizenz mussten dann noch formale Dinge erledigt werden – es gehe noch um zwei Unterschriften, sagte Wehlend am Mittag. Am Dienstag um 15.30 Uhr endete die Nachbesserungsfrist beim DFB. Vom VfL war kurz nach 15:30 Uhr zu vernehmen, dass von Vereinsseite aus alle erforderlichen Unterlagen beim Verband in Frankfurt rechtzeitig eingereicht worden seien, um in der kommenden Saison eine Lizenz für die 3. Liga zu erhalten. Wann eine Entscheidung beim DFB fällt, ist nicht klar - es kann sich um einige Tage, aber auch einige Wochen handeln. Die Fans müssen sich also in jedem Fall auf einige Tage Warten bis zur endgültigen Nachricht, ob die Lizenz erteilt wird, einstellen. Gegen Abend will der Verein über die Einreichung der Unterlagen detaillierter informieren.

433309 Euro waren schon gegen 11.30 Uhr auf dem Treuhandkonto zum Crowdfunding eingegangen. Ingesamt waren zu diesem Zeitpunkt 516923 Euro gezeichnet. Der VfL hatte ursprünglich mit einer Funding-Summe von 400000 Euro gerechnet, die im Lizenzierungsverfahren als Nachweis für die Liquidität des Vereins benötigt wird.

In den vergangenen Tagen hatte sich die VfL-Führungsriege um Geschäftsführer Jürgen Wehlend begeistert gezeigt, wie das Darlehensmodell von den Fans angenommen wurde . „Der Zwischenstand beim Crowdfunding ist ein grandioses Ergebnis, da kriegt man Gänsehaut“, hatte Wehlend bei der Mitgliederversammlung am Freitag gesagt. „Wir sind begeistert. Damit war nicht ohne Weiteres zu rechnen.“ Dennoch sei der Verein „noch lange nicht durch“, was die Lizenz angeht, sagte Wehlend damals. Zudem ist der VfL weiter auf der Suche nach einem Trikotsponsor.

Zeitgleich zum VfL-Kampf um die Lizenz startete vor dem Bochumer Landgericht die Verhandlung gegen Ex-VfL-Fußballer Thomas Cichon wegen seiner Verstrickung in den Wettskandal 2009. Dort könnte es einen Deal zwischen den Verfahrensbeteiligten und ein damit verbundenes Teilgeständnis Cichons geben .


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