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10.03.2014, 14:07 Uhr KOLUMNE

VfL-Medienblock: Ein Schluck Red Bull auf RB Leipzig!

Von Harald Pistorius



Osnabrück. Wer spricht noch vom Pflichtsieg gegen Wacker Burghausen? Nein, beim VfL Osnabrück gehen die Blicke voraus zum Topduell am Sonntag (14 Uhr) bei Red Bull Lepizig – oh, pardon, die Leipziger legen Wert darauf, dass sie offiziell Rasenballsport heißen. Stimmt – wie kann man auch darauf kommen, dass dieser Traditionsverein etwas mit einem globalen Brauseproduzenten zu tun hat? Wir weisen den Weg zur aktuellen Diskussion um das Jahrhundertprojekt, erinnern ganz besonders gern an das Hinspiel und haben ein paar O-Töne von Simon Zoller im Angebot, der ja seinem alten Kumpel Manu Riemann einen Lupfer ins Netz gelegt hat. Der lila-weiße Medienblock, Ausgabe Nr. 31.

Wir warten mal ab, wo Wacker Burghausen noch den einen oder anderen Punkt ergattert – gewonnen haben die Bayern übrigens schon in Leipzig. Wer den verdienten Arbeitssieg des VfL nachvollziehen möchte, kann sich auf die Höhepunkte der Partie beschränken oder sich die kompletten 90 Minuten reinziehen. Stimmen von David Pisot, Nicolas Feldhahn und Erik Zenga hat nach dem Spiel René Kemna für os1.tv gesammelt und außerdem natürlich bei Trainer Maik Walpurgis nachgehakt.

Womit jetzt aber schleunigst bei Red... äh...Rasenballsport wären. Das Magazin für Fußballkultur, 11Freunde, hat in seiner aktuellen Ausgabe zum großen Schlag gegen das Modell Red Bull Fußball ausgeholt. „Der große Red Bull Bluff – 100 Prozent Plastik“ heißt es auf dem Titel-Cover, im Innenteil zerlegt Chefredakteur Philipp Köster den Retortenklub nach allen Regeln der Kunst. Welche Reaktionen es danach in Leipzig gab, hat Köster auf der Internet-Seite des Magazins zusammengefasst.

Lieber als solche Analysen lesen die Leipziger Freunde des Fußballs öffentliche Belobigungen, die sich in jüngster Zeit häufen. Keine allerdings reicht heran an das, was der Tagesspiegel aus Berlin veröffentlichte. Für die „Leipziger Volkszeitung“ und den „Kicker“ berichtet ein Ex-Profi über RB Leipzig: Guido Schäfer spielte zusammen mit Jürgen Klopp und Ansgar Brinkmann bei Mainz 05; vor dem Hinspiel kam er in einem Interview mit der NOZ zu Wort und schilderte freimütig sein Verhältnis zum Projekt Red Bull. Während des Spiels öffnete der gute Guido mit einem Augenzwinkern eine Dose Red Bull und prostete den Osnabrücker Kollegen fröhlich zu. Aprospos Hinspiel: Für uns war das 3:2 der schönste VfL-Sieg der bisherigen Saison.

Simon Zoller ist wieder fit – und schon gewinnt der 1. FC Kaiserslautern wieder. Und der VfL kassiert, denn für jeden Einsatz (auch als Einwechselspieler) des flinken Stürmers werden vom Betzenberg 2500 Euro als Zuschlag auf die Ablöse (350000 Euro) an die Scharnhorststraße überwiesen. In Kaiserslautern ist der Stürmer, der in Osnabrück den Durchbruch als Profi schaffte, hoch angesehen. Hier zwei Videos, die Simon auf dem Golfplatz und im Interview zum Thema „Wechsel nach Fulham“ zeigen.

Auf der Seite des DFB zur 3. Liga gibt es diesmal nicht nur die übliche Torshow des Spieltags, sondern auch ein Porträt über Erik Zenga, der darin mit dem Schalker Kevin-Prince Boateng verglichen wird.

Zum Abschluss noch ein Nachklang zum Derby in Münster. In diesem Beitrag auf „Westline“ geht es um das zerrüttete Verhältnis zwischen Polizei und Fans, den Wunsch nach etwas mehr Gelassenheit und die drängende Frage: „Warum gibt es im Polizei-Vokabular eigentlich keine „gewaltsuchenden Karnevalsrowdys“?

Das war der lila-weiße Medienblock, Ausgabe #31. Wir wünschen eine entspannte Woche, empfehlen uns als Verteiler interessanter Links (bitte per Mail an dieses Postfach) , sind dankbar für Kommentare und Anregungen und grüßen wie immer den Treffpunkt von Webmaster Jürgen Bartling.


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