Termin am Mittwoch Wollitz und VfL treffen sich vor Gericht

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Trifft sich mit dem VfL Osnabrück vor dem Arbeitsgericht wieder: Claus-Dieter Wollitz. Archivfoto: Helmut KemmeTrifft sich mit dem VfL Osnabrück vor dem Arbeitsgericht wieder: Claus-Dieter Wollitz. Archivfoto: Helmut Kemme

Osnabrück. Eigentlich wolle Claus-Dieter Wollitz erst am kommenden Samstag, möglicherweise auch schon einen Tag zuvor, mit seinem neuen Verein Viktoria Köln nahe der alten Heimat aufkreuzen. Doch schon an diesem Mittwoch kommt er nach Osnabrück, es geht vor dem Arbeitsgericht um eine Abfindungsforderung in stattlicher Größe. Sein Anwalt bestätigte das Erscheinen des Fußballlehrers.

Am 1. Februar steigt das Spitzenspiel zwischen den Sportfreunden Lotte und Viktoria in der Regionalliga West, beide Teams haben große Ambitionen. Ob Wollitz gern in diese Region, zumal zum Gerichtstermin, zurückkommt, ist kaum überliefert; er äußert sich nicht zu dieser Causa. Gleichwohl setzt der 48-Jährige darauf, dass die aus seiner Sicht berechtigten finanziellen Ansprüche abgegolten werden. Es geht um eine Zahlung von mindestens 65000 Euro. Das ist die Summe, die im Rahmen des Versuchs einer gütlichen Einigung vom Osnabrücker Arbeitsgericht im vergangenen Dezember vorgeschlagen wurde.

Wollitz hätte mit dieser Entscheidung und damit auch mit dieser Summe leben können, doch dem VfL passte das überhaupt nicht in den Kram. Möglicherweise auch durch den Ausgang des Arbeitsgerichtsprozesses mit den Sportfreunden Lotte um die umkämpfte Anstellung des Trainergespanns Maik Walpurgs/Ovid Hajou im vergangenen Spätsommer setzt der VfL klar auf Sieg: „Es gibt für uns keinen Anlass, für Herrn Wollitz irgendetwas zu bezahlen“, meinte Anwalt Rolf Müller, der mit Geschäftsführer Jürgen Wehlend im Gebäude an der Hakenstraße die Interessen des VfL vertreten wird.

Beobachter der bisherigen arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung gehen davon aus, dass Lila-Weiß mit der harten Linie nicht durchkommen wird.

Wollitz hatte nach der 0:1-Niederlage in Bielefeld am 11. Mai in einer spektakulären Pressekonferenz seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt; ungeachtet eines bis zum 30. Juni 2015 laufenden Vertrages. Nach drei Tagen, in denen es auch Gespräche über eine Weiterbeschäftigung des Trainers gegeben hatte, trennte sich der Verein von Wollitz. Daraufhin erhob der Coach Anspruch auf eine für den Fall einer Kündigung im Vertrag festgeschriebene Summe von 100000 Euro. Bei einem ersten Gerichtstermin hatte der Vorsitzende Richter die Vertragsklausel als unverständlich und sinnlos beschrieben.


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