Ex-VfLer im Interview Marc Heider: „Ich vertraue meinem Bauchgefühl“

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Osnabrück. Geboren in Sacramento/USA als Sohn eines Piloten, aufgewachsen in Recke und fußballerisch ausgebildet beim VfL Osnabrück: Marc Heider trifft am Samstag (Anstoß 14 Uhr) mit der KSV Holstein Kiel auf seinen Ex-Verein, den er im Sommer 2006 trotz eines Vertragsangebots in Richtung Werder Bremen (U23) verließ. Im Gespräch mit noz.de spricht der 27-jährige Familienvater über das Spiel, seine Karriere und seine Zukunft.

Herr Heider, was macht das Außenband?

Da ist alles wieder in Ordnung. Unsere Ärzte und Physios haben gute Arbeit geleistet. Ich hatte schon wieder zwei Kurzeinsätze und bin jetzt zu hundert Prozent fit.

Das sollten Sie auch sein, denn am Samstag kommt der VfL Osnabrück als Tabellenvierter nach Kiel.

Das wird für uns schon eine richtig, richtig schwere Aufgabe. Aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken, sondern müssen versuchen, hinten die Null zu halten und hoffen, dass wir das entscheidende Tor machen.

Am besten natürlich durch Marc Heider…

Es ist doch klar, dass man sich als Stürmer in jedem Spiel wünscht, die entscheidenden Treffer zu erzielen. Aber wenn wir 1:0 gewinnen und ein anderer von uns macht das Tor, freue ich mich genauso darüber.

Nicht sogar noch mehr als gewöhnlich, wo es doch gegen Ihren ehemaligen Verein geht?

Ach nein. Die Verbindung zu Osnabrück ist nicht mehr so groß. Von meinen ehemaligen Mitspielern ist heute doch keiner mehr dort. Natürlich freue ich mich auf das Spiel, immerhin habe ich mich durch den VfL für den Profifußball qualifiziert. Aber die Partie steht nicht über allen anderen. Schön ist es allerdings, dass vermutlich viele Fans das Team begleiten werden und für eine gute und hoffentlich friedliche Stimmung sorgen werden.

Apropos Stimmung - die dürfte in Kiel doch nach den jüngsten Niederlagen nicht mehr so euphorisch sein wie zu Beginn der Saison.

Natürlich steckt in der 3. Liga mehr Qualität als in der Regionalliga. Uns allen war klar, dass es für uns als Aufsteiger nicht leicht wird. Aber unser guter Start hat auch gezeigt, dass wir mithalten können.

Auch dank eines Marc Heider, der trotz Verletzung und Gelb-Rot-Sperre schon vier Treffer erzielt hat. Es sieht so aus, als hätten Sie den Übergang von der Regionalliga in die 3. Liga problemlos gemeistert. Ist der Unterschied zwischen den Klassen nicht so groß?

Das Spiel ändert sich mit der Qualität der Gegner. Und die ist in der 3. Liga höher. Man muss sich jetzt mehr und anderes einfallen lassen, um erfolgreich zu sein. Man muss immer hundert Prozent geben und am Ende hoffen, dass man der Glückliche ist, den die Mitspieler in Szene setzen.

Bislang sind Sie dieser Glückliche. Das Online-Magazin liga3 bezeichnete Sie als bislang besten Mann der Kieler.

Wenn man solche positiven Schlagzeilen liest, ist das selbstverständlich schön. Aber kaufen kann ich mir dafür nichts.

Trotzdem tragen solche Schlagzeilen auch dazu bei, dass Sie sich in Kiel wohlfühlen. Zum Ende der Saison läuft Ihr Vertrag aus. Haben Sie schon Pläne, wie es weitergeht?

Nein. Man weiß ja nie, was kommt im Fußball. Ich habe bislang immer in Abstimmung mit meiner Familie entschieden und auf mein Bauchgefühl vertraut. Das wird auch weiterhin so bleiben.


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