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Ziel: Am 1. Dezember wieder dabei sein Porcello wirft die Flinte nicht ins Korn

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Das linke Knie: Porcello erwischte es in Erfurt im Duell mit Pfingsten-Reddig. Foto: KemmeDas linke Knie: Porcello erwischte es in Erfurt im Duell mit Pfingsten-Reddig. Foto: Kemme

ab Osnabrück. „Immer wieder aufstehen, immer wieder sagen, es geht doch!“ So heißt es in einem Song der Ruhrpott-Band „Herne 3“, die während der Neuen Deutschen Welle Anfang der 80er-Jahre mit diesem Song recht erfolgreich unterwegs war. „Immer wieder aufstehen“ – das könnte auch der Leitfaden für Massimilian Porcello sein. Der verletzte Mittelfeldspieler des VfL Osnabrück wirft die Flinte nicht ins Korn und hat mit der Arbeit an seinem Comeback begonnen.

„Natürlich spürt man das Derbyfieber, in einem solchen Spiel wie gegen Münster vor heimischer Kulisse wäre man gern dabei. Aber ich habe mich damit abgefunden, dass es nun einmal nicht geht“, sagt der 31-jährige gebürtige Bückeburger. Das klingt im ersten Moment nach Resignation, ist aber eher eine nüchterne Bestandsaufnahme: „Ich habe ja schon eine gewisse Krankengeschichte hinter mir, ich bin es aus Karlsruher Zeiten gewohnt, dass bestimmte Highlight-Spiele nur von der Tribüne aus zu verfolgen waren.“

Mit seinem Wechsel zum VfL schien die zweijährige Leidenszeit vorbei. Porcello zog das komplette Vorbereitungsprogramm durch. „Ich war auf einem guten Weg zurück zu alter Form“, meint er. Auch Trainer Uwe Fuchs verfolgte die Entwicklung mit Zuversicht und Hoffnung. Denn er braucht einen wie Porcello, der mit Erfahrung und technischer Beschlagenheit ein junges Team führt.

Das muss sich der Coach vorerst aus dem Kopf schlagen, nachdem sich Porcello erneut am Knie verletzte – diesmal ist es das linke. Es passierte am 16. August in der Partie bei Rot-Weiß Erfurt (0:0) – kurze Zeit später stand fest, dass er um eine Operation nicht herumkommen würde. Sie wurde am vergangenen Donnerstag von Dr. Ulrich Boenisch, Chefarzt der Hessingpark-Clinic in Augsburg, vorgenommen. „Die OP ist gut verlaufen, ich fühlte mich dort super aufgehoben und behandelt. Um es vereinfacht zu formulieren: Der Knorpel hinter der Kniescheibe wurde beschädigt und nunmehr repariert“, sagt er und hat sogleich Phase eins der Reha eingeleitet.

Porcello gibt sich kämpferisch, glaubt fest daran, seine Karriere fortsetzen und dem VfL in dieser Saison noch helfen zu können. „Ich habe aus den letzten Jahren gelernt, dass Jammern nichts hilft. Ich sehe es jetzt anders herum und sage mir: ,Was sind schon drei Monate im Vergleich zu zwei Jahren?‘“ Er hat ein klares Ziel vor Augen, am 1. Dezember will er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.


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