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Kommentar: Lasst sie arbeiten

Kurzer VfL-Rückblick in die letzten Jahre: Aus sportlichen Misserfolgen und Fehleinschätzungen der alten VfL-Führung folgten massive Finanzprobleme. Die Informationspolitik gegenüber den Fans war – sofern sie existierte – geprägt durch Unorganisiertheit und Intransparenz, siehe die Jahreshauptversammlung 2011 oder die VIP-Tower-Debatte.

Rückblick in die letzte Woche: Der neue Präsident Gert Lehker reagiert umgehend auf den offenen Brief der Fan-Initiative „NfdV“, klärt über die Lage auf und führt gute Gründe an, warum er weitere Antworten schuldig bleiben muss. Seine Bitte um Vertrauen torpediert NfdV trotzdem: mit dem Start der Unterschriften-Aktion für ein unplanmäßiges Mitgliedertreffen. Das ist nicht nur wegen Lehkers Zeichen zur Dialogbereitschaft überzogen. In diesen Tagen ist es auch das völlig falsche Signal.

Lehker wird sich bald am Entwurf einer zukunftsfähigen Strategie für den VfL messen lassen müssen. So lange aber sollten die Mitglieder ihn und seine Helfer in Ruhe an der Bekämpfung der finanziellen Notlage arbeiten lassen. Nur für diesen Verein. Für seine schlichte Existenz.


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