Neuzugänge müssen tanzen Lila-Weiße Nacht 2019: Die besten Bilder aus dem Alando Palais

Von Christian Hesse


Osnabrück. Vor dem Heimspiel ist nach dem Heimspiel. Nur Stunden nach der Niederlage gegen Großaspach (0:2), ging es für die Spieler und Anhänger des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück im Alando Palais bei der „Lila-Weißen Nacht 2019“ in die dritte Halbzeit.

Trotz der Heimpleite war die Stimmung bei den VfL-Fans gelöst. Schon im Stadion honorierten die Anhänger mit lauten Anfeuerungen die bisher überragende Saison. Im Alando Palais wurde dies fortgeführt. Als eine Art „Nachholspiel“ wurde am Freitagabend die 18. Auflage der Lila-Weißen Nacht gefeiert. Aus Termingründen musste das Vereinsfest aus dem vergangenen Herbst in den Februar verlegt werden. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Erstmals überhaupt musste sich der VfL jedoch vor dem Vereinsfest geschlagen geben.

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Die Spieler feiern. Foto: Nico-Andreas Paetzel

Lila-weißes Schal- und Fahnenmeer

Die Anhänger schüttelten die Niederlage schnell ab und verwandelten die Diskothek am Pottgraben in ein lila-weißes Schal- und Fahnenmeer. Getreu dem Motto: Wir können ja auch mal ein Spiel verlieren. In einer Woche wolle man es besser machen, wenn der VfL zum Derby nach Münster reist, da waren sich alle sicher. Ob dabei das Wappentier der Preußen nun fliegen kann oder nicht, da hatten die lila-weißen Fans ihre ganz eigene Meinung zu.

Foto: Nico-Andreas Paetzel

Gemäß der Tradition liefen die beiden Stadionsprecher Carsten Thye und Matthias Wellbrock in der „Nachspielzeit“ auf Hochtouren und führten gewohnt souverän durch den Abend. Die Fans mussten sich ein wenig gedulden, bis die Hauptakteure des Abends bereit für ihren Auftritt waren. In bester Manier heizte die Osnabrücker Band „Faders Up!“ zuvor das Publikum ordentlich ein, ehe die Mannschaft des Tabellenführers der 3. Liga die Bühne betrat. Mit lauten Sprechchören wurde jeder einzelne Akteur auf die Bühne geholt.

Auch wenn den Spielern die Enttäuschung nach der Niederlage noch ins Gesicht geschrieben war, spätestens nach der von Marcos Alvarez geführten „Tanzeinlage der Neuzugänge“ stieg auch bei den VfL-Profis die Stimmung. So glänzte zum Beispiel Ersatzkeeper Philipp Kühn mit einer gekonnten Breakdance-Einlage. Auch der Rest der Neuzugänge konnte mal mehr, mal weniger mit ihren Darbietungen auf dem Podium überzeugen.

Anas Ouahim bei seiner Tanzeinlage. Foto: Nico-Andreas Paetzel

„Ich habe Wasser getrunken und war Fahrer“

Darauf angesprochen kamen beim VfL-Trainer Daniel Thioune derweil Erinnerungen an die erste „Lila-Weiße Nacht“ wieder hoch. Damals noch im ehemaligen Trio an der Mindener Straße begann 1999 das traditionelle Vereinsfest – mit Thioune als Spieler. „Ich erinnere mich gut an die Feier. Ich habe Wasser getrunken und war Fahrer“, kam die prompte, womöglich nicht ganz ernstgemeinte Antwort des Cheftrainers. 

Trainer Daniel Thioune und Stadionsprecher Carsten Thye. Foto: Nico-Andreas Paetzel

Zur ersten Niederlage nach 15 Partien hatte der VfL-Coach seine ganz eigene Meinung. „Wir sind vielleicht etwas ins stolpern gekommen, uns wird aber niemand aufhalten“, zeigte sich Thioune kämpferisch.

„Sonst ist ja immer ein Zaun dazwischen“

Welchen Stellenwert dieser Abend auch in Kreisen der Mannschaft hat, erklärte Rechtsverteidiger Bashkim Renneke. „Klar, ist das für die Spieler eine tolle Sache. In erster Linie geht es natürlich um die Fans an diesem Abend. Wir freuen uns, dass wir den Fans so eine Plattform bieten können und sie näher dran sind an den Spielern."

Fans feiern im Alando Palais. Foto: Nico-Andreas Paetzel

Renneke weiter: "Sonst ist ja immer ein Zaun dazwischen. Daher ist das ein schöne Sache“, meinte der 26-Jährige und fügte dennoch hinzu: „Es wäre natürlich noch schöner gewesen mit einem Sieg“.



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