Trapp und Engel angeschlagen Ob Blachas Bart nach dem Spiel des VfL weiterwächst?

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Noch ist der Bart dran: David Blacha (vorne), hier im Zweikampf mit Rostocks Cebio Soukou. Foto: imago/EibnerNoch ist der Bart dran: David Blacha (vorne), hier im Zweikampf mit Rostocks Cebio Soukou. Foto: imago/Eibner

Osnabrück. Spitzenreiter gegen Verfolger. Das Spiel des VfL Osnabrück gegen den SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr) gehört an diesem Wochenende zu den Top-Partien der 3. Liga – und für VfL-Mittelfeldrenner David Blacha zu den besonderen Begegnungen der Saison.

„Ich habe fast vier Jahre in Wiesbaden gespielt, mein Wechsel liegt erst ein halbes Jahr zurück. Da ist doch klar, dass dieses Spiel nicht alltäglich für mich ist. Ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behaupten würde“, sagt der 28-Jährige, der im Sommer seinen bis 30. Juni 2019 in Wiesbaden laufenden Vertrag auflöste und sich dem VfL anschloss. Insbesondere in der Rückserie der vergangenen Saison war Blacha unter Coach Rüdiger Rehm nur noch sporadisch zum Einsatz gekommen. Der Offensiv-Allrounder war mit seiner sportlichen Situation nicht zufrieden, suchte eine neue Herausforderung – und fand sie bei Daniel Thioune. Der VfL-Trainer hatte vor Jahren bei Rot-Weiß Ahlen noch kurz mit Blacha in einem Team gespielt. Anschließend arbeitete Thioune als Co-Trainer in Ahlen – mit dem Deutsch-Polen in der Mannschaft.

„Allerwertesten aufgerissen“

Und nun steht für Blacha das Wiedersehen mit vielen alten Kollegen an: „Das ist schon einen Tick anders als vor einigen Tagen in Rostock. Dort habe ich ja auch mal gespielt, aber ich habe kaum noch jemanden gekannt.“ Beim SV Wehen Wiesbaden kenne er schon noch einige Profis: „Wir schreiben uns auch regelmäßig, aber kurz vor dem Spiel in Osnabrück geht es dabei nur noch um private Themen.“ Vielleicht würde er nun das Wiedersehen intensiver wahrnehmen, wenn er zunächst in Wiesbaden antreten müsste. „Sich dort in der Auswärtskabine umziehen zu müssen wird schon komisch sein.“

Über das Thema „Torjubel“ macht sich Blacha keine Gedanken: „Aber wenn ich gegen meinen alten Club treffe, dann darf ich mich auch freuen. Schließlich habe ich mir in Wiesbaden immer den Allerwertesten aufgerissen – und ich denke, dass der Anhang das heute noch zu schätzen weiß.“

Klaas fällt aus

Bleibt noch die Frage nach dem aktuell Woche für Woche sprießenden Blacha-Bart. „Das ist eher ein Zufallsbart.“ Nach der bisher einzigen Saisonniederlage des VfL gegen den Karlsruher SC am 15. September (0:1) habe er mehr oder weniger ohne Hintergedanken den Bart wachsen lassen. Seit Karlsruhe habe der VfL in der Liga nicht mehr verloren, „also rasiere ich im Moment nicht“. Sollte es den VfL irgendwann wieder mit einer Niederlage erwischen, „weiß ich aber noch nicht, ob ich das Ding dann auch sofort abrasiere“.

Zum sonstigen VfL-Kader: Weiterhin ein kleines Fragezeichen steht hinter Maurice Trapp (grippaler Infekt), seit Freitagnachmittag auch hinter Konstantin Engel (muskuläre Probleme). Deswegen will Thioune auch erst am Samstagvormittag endgültig darüber entscheiden, welche 18 Spieler den Weg ins Aufgebot schaffen. Klar ist, dass Sebastian Klaas (grippal angeschlagen) fehlen wird, Alexander Riemann und Kamer Krasniqi stehen nicht im Kader.

So könnten sie spielen. Grafik: NOZ

Und wie geht’s nun aus? Der Bart von Blacha darf weiterwachsen. Die Serie des VfL hält – nach einem hart erkämpften 1:0.


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