Es knirscht in der Kommunikation Pläne zum Aufstieg in die 3. Fußball-Liga sorgen weiter für Zündstoff

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In der ersten Minute ruhte am Wochenende auch beim Spiel zwischen Braunschweig und Aalen der Ball. Foto: imago/EibnerIn der ersten Minute ruhte am Wochenende auch beim Spiel zwischen Braunschweig und Aalen der Ball. Foto: imago/Eibner

Osnabrück Wenn Peter Frymuth die verschiedenen Protestaktionen am vergangenen Wochenende in den Stadien der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga Revue passieren lässt, dann schüttelt der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zuständige Vizepräsident für den Spielbetrieb der 3. Liga den Kopf. Nicht deswegen, weil er kein Verständnis für die Aktionen habe. Vielmehr deshalb, weil bei der Vielzahl der Proteste manche Zuschauer nicht mehr gewusst hätten, gegen was sich denn gerade die Proteste richteten.

In der Tat: Es ging um die Zerstückelung der Spieltage, um Montagsspiele – und in den Drittliga-Stadien mit der Aktion „Stillstehen gegen den Stillstand“ speziell um die Pläne des DFB zur Aufstiegsregelung in die 3. Liga. Die Drittligisten fordern eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern (in dieser Saison steigen vier ab) und eine alternativlose Erhaltung der Eingleisigkeit der 3. Liga.

„Keine Änderungen gewollt“

Eine Zweiteilung der 3. Liga stehe für ihn überhaupt nicht zur Debatte – auch nicht für die zuletzt mit der Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga befasste Ad-hoc-Arbeitsgemeinschaft. Diese AG habe Mitte November einstimmig (bei zwei Enthaltungen) beschlossen, dem am 7. Dezember tagenden DFB-Präsidium vorzuschlagen, das Flächengebiet des DFB in zwei Gebiete aufzuteilen, aus denen heraus jeweils zwei Regionalligen gebildet und je zwei Aufsteiger ermittelt werden sollen. Für die Gebiete solle folgende Aufteilung vorgenommen werden: In der einen Hälfte die Regionalverbände West, Südwest und Süd (ohne Bayern); in der anderen Hälfte die Regionalverbände Nord und Nordost sowie der Landesverband Bayern. Beim „Feilen an diesem Modell“ sollen die Verbände die jeweiligen Drittliga- und Regionalliga-Vereine einbeziehen. Offensichtlich ist aber die Kommunikation zwischen Drittliga-Clubs und den Regional- und Landesverbänden eine große Baustelle – wie aus einem auch dieser Redaktion vorliegenden Schriftverkehr unter den Drittliga-Verantwortlichen hervorgeht. „Im Ergebnis der Arbeitsgemeinschaft waren sich alle Regionalverbände einvernehmlich einig, dass in ihren eigenen Strukturen keine Änderungen gewollt sind“, heißt es dort. Weiter: „Die Vertreter der 3. Liga haben in der AG einmal mehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass für ein Modell, bei dem Meister der Regionalligen nicht direkt aufsteigen, kein vierter Absteiger seitens der 3. Liga zukünftig zur Verfügung steht. In der Abwehr unserer Argumentation bestand Konsens der Regionalverbände, dass die 3. Liga darüber nicht mehr mitzureden hat und keine Ansprüche erheben sollte.“


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