Mit Teamgeist und Torgefahr Kapitän Heider: Im Hauptberuf Stürmer, im Nebenjob Verteidiger

Von Susanne Fetter und Johannes Kapitza

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Fünftes Saisontor: Kapitän Marc Heider (links), hier mit Ulrich Taffertshofer. Foto: osnapixFünftes Saisontor: Kapitän Marc Heider (links), hier mit Ulrich Taffertshofer. Foto: osnapix 

Rostock. In der ersten Halbzeit hätte man Marc Heider für einen etablierten Abwehrspieler halten können: Routiniert schloss der VfL-Kapitän die Lücken, behielt auch bei brenzligen Situationen im eigenen Strafraum Ruhe und Übersicht.

„Bei uns geht nichts ohne Teamleistung. Jeder muss sich für den anderen den Allerwertesten aufreißen. Wenn ich dann hinten gebraucht werde, bin ich für die Mannschaft da“, sagte der 32-Jährige.

Eigentlich ist Heider Stürmer – und das zeigte er in der zweiten Halbzeit. „Danne (Tim Danneberg) verlängert super, der Ball fällt mir auf den Oberschenkel, so dass ich ihn direkt nehmen kann. Es war ein schönes Tor“, beschrieb Heider seinen Drehschuss zur 1:0-Führung, haderte aber mit seinem Lattentreffer zuvor. „Wenn der noch reingeht, wäre es super gewesen.“ Stattdessen kam Rostock zum 1:1. „Wir haben auswärts einen Punkt geholt und sind nicht unzufrieden – aber zufrieden natürlich auch nicht, weil wir die Führung nicht über die Zeit gebracht haben“, sagte Heider. Für ihn war es das dritte Tor im dritten Spiel in Folge. „Wenn ich treffe, tut mir das gut. Das ist bei jedem Offensivspieler so, aber Tore sind nicht das Allerwichtigste. Vor allem steht, mit dem Team Erfolg zu haben.“

Dass er dafür noch zum Verteidiger umschult, ist eher unwahrscheinlich. „Wer weiß, was noch kommt. Ich habe ja noch ein paar Jährchen“, scherzte Heider, versprach aber, auch als Stürmer künftig seine Defensivpflichten nicht zu vernachlässigen: „Wenn es hinten brennt, dann muss ich da mithelfen.“


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