Heider trifft zur 1:0-Führung 1:1 auf der Ostalb – VfL Osnabrück bleibt auswärts ungeschlagen

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Aalen. Ein VfL Osnabrück mit zwei Gesichtern auf der Ostalb. Nach einer schwachen ersten Halbzeit erkämpfte sich das Team von Trainer Daniel Thioune beim VfR Aalen noch ein 1:1. Die Gäste hatten am Ende aber noch Glück, dass der VfR nicht den Siegtreffer erzielte.

Was bedeutet dieses Unentschieden? Der VfL bleibt in dieser Saison auswärts ungeschlagen. Und die Tabellenführung bleibt in der bevorstehenden Länderspielpause auch in Osnabrück. Mit 30 Punkten liegt das Team von Trainer Thioune an der Spitze – vier Punkte vor dem Karlsruher SC (3:2 in Meppen) und Preußen Münster, die allerdings am Sonntag noch bei der SG Sonnenhof Großaspach antreten müssen.

So traten sie an: VfL-Coach Thioune ist halt immer für eine Überraschung gut. In Aalen gab es gleich zwei. Gegenüber der Startelf gegen Uerdingen nahm der Trainer zwei Veränderungen vor. Etienne Amenyido kam zu seiner Premiere von Beginn an. Und auch Konstantin Engel rückte wieder in die erste Elf. Für die beiden nahmen zunächst Manuel Farrona Pulido und Anas Ouahim auf der Bank Platz. Taktisch sah das in Aalen erst einmal so aus: Nils Körber im Tor, in der Abwehrreihe standen Bashkim Renneke, Adam Sušac, Maurice Trapp und Felix Agu, davor auf den Sechserpositionen: David Blacha und Konstantin Engel, auf der „Acht“: Tim Danneberg. Auf den Außenbahnen gingen Amenyido (rechts) und Kapitän Marc Heider (links) ins Rennen, im Sturmzentrum Marcos Álvarez.

So lief das Spiel: Die gerade beschriebene Grundordnung hatte jedoch nicht lange Bestand. Der VfL startete viel zu passiv in das Spiel, Thioune ließ nach gut 15 Minuten in der Defensive auf Dreierkette umstellen – mit Sušac, Engel und Trapp. Für das Spiel nach vorne hatte das jedoch nicht die erhofften Auswirkungen. Die Aalener machten die Partie – und erspielten sich die hochkarätigen Chancen der ersten Halbzeit durch Patrick Schorr (7., Schuss wird zur Ecke abgefälscht), Marcel Bär (15., Kopfball geht knapp daneben) und Matthias Morys (37., Schuss streift knapp am langen Eck vorbei). Das 1:0 für die Gastgeber wäre verdient gewesen gegen einen trotz Taktikumstellung weiterhin viel zu passiven VfL. In den ersten 45 Minuten gab es lediglich zwei Aktionen für die Lila-Weißen, die in den Bereich „Torchance“ einzuordnen waren: ein Schuss von Amenyido (12., am Tor vorbei) und ein Freistoß von Álvarez (17., abgefälscht zur Ecke).

Zur zweiten Halbzeit kam Felix Schiller für Engel ins Spiel. Und der VfL kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Osnabrücker übernahmen sofort die Initiative – und siehe da: Es wurde auch vor dem Aalener Tor gefährlich. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Einen Renneke-Schuss hatte VfR-Keeper Daniel Bernhardt gerade noch zur Ecke abwehren können. Den nachfolgenden Eckstoß von Blacha verwertete Heider eiskalt per Kopf zur 1:0-Führung für den VfL (53.). Kurze Zeit später hätten die Osnabrücker auch schon für das 2:0 sorgen können. Aalens Torwart Bernhardt war jedoch bei gefährlichen Schüssen von Álvarez (55.) und Renneke (57.) zur Stelle. Zehn Minuten später hatte erneut Álvarez die Vorentscheidung auf dem Fuß. Sein Freistoß aus 20 Metern klatschte vom Innenpfosten des Aalener Tores wieder ins Spielfeld zurück. Jetzt trat der VfL endlich auf wie ein Tabellenführer – nahm den Kampf an und drückte dem Spiel den lila-weißen Stempel auf.

Aber: Die Aalener steckten nicht auf, hielten dagegen. Morys (75.) und Nicolas Sessa (77.) zwangen Körber zu Glanzparaden. Und dann kam die 80. Minute: Nach einem Missverständnis zwischen Sušac und Körber trudelte der Ball aufs leere Tor zu. Der VfL-Innenverteidiger kratzte den Ball erst noch von der Linie, doch Morys netzte im Nachsetzen zum 1:1 ein. Jetzt waren die Platzherren plötzlich wieder da. Morys fasste sich in der 87. Minute ein Herz und zog ab – Außenpfosten. Plötzlich lag auch wieder der Siegtreffer für den VfR in der Luft, der VfL überstand die Schlussphase allerdings mit Kampf und auch ein bisschen Glück.

So war die Stimmung: Da geht der Punktsieg an die Osnabrücker Fans. Die rund 300 mitgereisten Anhänger hatten bessere Ausschläge auf dem Stimmungsbarometer in der Ostalb-Arena.

So geht‘s weiter: Jetzt dürfen sich die VfL-Profis erst einmal auf die Länderspielpause freuen, ehe es am 24. November (14 Uhr) das große Wiedersehen mit „Pele“ Wollitz gibt. Dann gastiert der Coach mit Energie Cottbus an der Bremer Brücke. Vorher testet der VfL aber noch beim Zweitligisten MSV Duisburg. Diese Partie findet am Freitag, 16. November, 14 Uhr, auf dem Trainingsgelände des MSV statt.


VfR Aalen: Bernhardt – Fennell, Rehfeldt, Geyer (72. Büyüksakarya) – Traut, Funk, Lämmel, Schorr (60. Schnellbacher) – Sessa – Bär (89. Trianni), Morys.

VfL Osnabrück: Körber – Renneke, Sušac, Trapp, Agu (78. Tigges) – Blacha, Engel (46. Schiller) – Amenyido (73. Ouahim), Danneberg, Heider – Álvarez.

In Reserve: Kühn, Farrona Pulido, Pfeiffer, Klaas.

Tore: 0:1 Heider (53., Kopfball nach Ecke von Blacha), 1:1 Morys (80.).

Gelbe Karten: 50. Morys, 53. Bernhardt, 62. Sessa, 86. Fennell / 31. Engel, 64. Renneke.

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma).

Zuschauer: 3102 (darunter rund 300 Osnabrücker).

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