„Kompliment an meine Mannschaft“ 0:0 – VfL Osnabrück erkämpft sich verdienten Punkt beim Debütanten-Ball

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Voller Einsatz: Hier behauptet sich Luca Pfeiffer (rechts) gegen Florian Brügmann. Foto: Titgemeyer.Voller Einsatz: Hier behauptet sich Luca Pfeiffer (rechts) gegen Florian Brügmann. Foto: Titgemeyer.

Osnabrück. Der VfL Osnabrück bleibt in der laufenden Saison der 3. Fußball-Liga auswärts ungeschlagen. In einem kampfbetonten Spiel erarbeitete sich das Team von Trainer Daniel Thioune beim FC Carl Zeiss Jena ein verdientes 0:0 – und könnte nach Abschluss des zehnten Spieltags sogar weiter Tabellenführer bleiben.

Nach dem Punktgewinn in Thüringen ist der VfL nach Zählern (19) gleichauf mit dem Karlsruher SC und dem KFC Uerdingen. Dank der besseren Tordifferenz rangieren die Osnabrücker aber auf Platz eins – und können am Montagabend nur noch von den Würzburger Kickers überflügelt werden, die dazu allerdings bei den Münchner Löwen gewinnen müssen.

„Weiterhin Momentaufnahme“

Tabellenführung hin oder her. „Natürlich ist es schön, dort oben zu stehen, aber wir betrachten es weiterhin als Momentaufnahme“, meinte Thioune. Ansonsten wollte er dem Tabellenplatz nach wie vor keine große Bedeutung beimessen. Trotzdem: Dieser 30. September 2018 kann durchaus als ein beeindruckender Zwischenschritt gewertet werden. Wer hätte diese Entwicklung vermutet, wenn man exakt ein Jahr zurückblättert? Am 30. September 2017 kassierte der VfL bei Preußen Münster eine peinliche 1:4-Packung und stand nach elf Spielen auf dem vorletzten Platz. Wenige Tage später musste Trainer Joe Enochs seinen Stuhl für Thioune räumen.

Doch kommen wir wieder zurück in die Gegenwart, zu einem Spiel in Jena, für das sich der VfL-Coach in puncto Aufstellung einige Varianten einfallen lassen musste. Anas Ouahim (grippaler Infekt) und Konstantin Engel (Muskelfaserriss) waren gleich in Osnabrück geblieben. Maurice Trapp musste in Jena ebenfalls wegen eines Infekts passen. Dazu ein angeschlagener Kapitän Marc Heider (geschwollenes Sprunggelenk), der zunächst nur auf der Bank Platz nahm. Daher schlug die Zeit der Debütanten: Tim Möller und Felix Agu, beide 19 Jahre jung, rückten in die Startelf. Thioune brachte auch erstmals Luca Pfeiffer von Beginn an. Ebenso bekam Felix Schiller nach überstandener Verletzung seine Chance. Insbesondere die Youngster zahlten ihrem Coach das Vertrauen zurück. Der kleine Agu wirbelte vor allem in der ersten Halbzeit auf der linken Außenbahn – und traf nach einer Ecke von David Blacha per Kopf nur den Pfosten (33.). Möller biss sich ins Spiel hinein und wurde in der Innenverteidigung in der Dreierkette neben Adam Sušac und Felix Schiller von Minute zu Minute sicherer. „Kompliment nicht nur an die Youngster, sondern an meine gesamte Mannschaft“, lobte Thioune – und freute sich über den verdienten Punktgewinn. Die „Verteidigungslinie“ des VfL ließ kaum eine Jena-Chance zu. Nur kurz vor dem Abpfiff brannte es lichterloh, als Nils Körber einen Freistoß nur abklatschte. Vom Abpraller profitierte René Eckardt, der aber seinen Meister in Möller fand, der den Ball auf der Torlinie klärte.

„Ost-Wochen“ überstanden

Ansonsten? Forderten die Gastgeber vor der Pause einen Elfmeter, als Schiller im Strafraum etwas hart gegen Vincent Stenzel eingestiegen war. Schiedsrichter Tobias Schultes ließ jedoch weiterspielen. Nun ja, und darüber hinaus hatte der VfL die klareren Möglichkeiten, dieses eher typische 0:0-Spiel doch noch für sich zu entscheiden. Zweimal stand vor der Pause jedoch der Pfosten im Weg: erst bei einem Freistoß von Marcos Álvarez, dann beim erwähnten Kopfball von Agu.

Die Partie in Jena in Zahlen und Fakten. Grafik: NOZ/Hente

Fazit: Der VfL hat im September die „Ost-Wochen“ in Halle, Zwickau und Jena weitgehend schadlos überstanden – und darf sich nun nach einem hoffentlich erfolgreichen Auftritt am Mittwoch im Niedersachsenpokal in Rehden auf ein Topspiel am Samstag an der Bremer Brücke gegen den 1. FC Kaiserslautern freuen.


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