„Nie den Kopf in den Sand gesteckt“ VfL-Mittelfeldspieler Danneberg: Ich spiele nicht die beleidigte Leberwurst

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Diesmal 62 Minuten auf dem Platz: Tim Danneberg (rechts), hier im Zweikampf gegen Manuel Stiefler. Foto: imago/pmkDiesmal 62 Minuten auf dem Platz: Tim Danneberg (rechts), hier im Zweikampf gegen Manuel Stiefler. Foto: imago/pmk

Osnabrück. Tim Danneberg vom VfL Osnabrück ist aktuell mit 311 Einsätzen der Rekordspieler in der 3. Fußball-Liga. Am Samstag stand der 32-Jährige erstmals seit dem 5. August 2018 wieder in der Startelf des VfL. Wie er darüber denkt, erzählt Danneberg in diesem Interview.

Herr Danneberg, war der Platz in der Startelf eine Wohltat?

Mein Anspruch ist es, in jedem Spiel in der Startelf zu stehen.

Vor der Partie gegen den KSC war das zuletzt am 5. August in Meppen der Fall. War die Nominierung eine Genugtuung?

Genugtuung ist das falsche Wort. Aber ich weiß, worauf Sie hinauswollen.

Worauf denn?

Ob ich angefressen bin.

Und?

Natürlich war ich in den vergangnen Wochen auch angefressen, weil ich den erwähnten Anspruch habe. Aber ich habe nie die beleidigte Leberwurst gespielt, schließlich waren die Entscheidungen des Trainers alle nachvollziehbar. Er hat in den letzten Wochen alles richtig gemacht. Immerhin waren wir bis heute ungeschlagen. Ich denke aber, dass ich heute nicht zu Unrecht von Anfang an gespielt habe.

Können Sie das näher begründen?

Ich habe nie den Kopf in den Sand gesteckt. Das ist meine Mentalität. Ich habe weiter Gas gegeben und versucht, mich in jeder Trainingseinheit anzubieten.

Spielt es für Sie bei Ihrem Anspruch, in der Startelf zu stehen, auch eine Rolle, dass Sie derzeit Rekordspieler in der 3. Liga sind?

Das spielt für mich überhaupt keine Rolle.

Zum 0:1 gegen Karlsruhe.

Ein typisches Drittliga-Spiel, in dem wir das Glück nicht auf unserer Seite hatten – und ein Standard-Tor für die Entscheidung sorgte. Ansonsten haben wir nicht viel zugelassen. Die besseren Torchancen hatten wir.

Die Lehren nach der ersten Niederlage?

Wir stehen auf – und in der nächsten Woche in Zwickau greifen wir wieder an.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN