KSC-Oldie Fink trifft Erste Niederlage im siebten Spiel – VfL unterliegt Karlsruhe mit 0:1

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Osnabrück. Jetzt hat es den VfL Osnabrück auch in der 3. Fußball-Liga erwischt. Im siebten Spiel kassierte das Team von Trainer Daniel Thioune die erste Niederlage. Nach 90 teilweise hektisch geführten Minuten stand ein 0:1 gegen den Karlsruher SC. Der VfL stemmte sich nach dem Gegentreffer in der 56. Minute zwar gegen die drohende Niederlage, der Ausgleich wollte trotz hochkarätiger Chancen jedoch nicht gelingen.

So traten sie an: Eine kleine Überraschung hat VfL-Cheftrainer Daniel Thioune ja meistens immer parat. Erstmals seit dem 2:0-Sieg beim SV Meppen am 5. August stand wieder Tim Danneberg in der Startelf. Der Drittliga-Rekordspieler nahm im Mittelfeld die zentrale Position ein. Auf den Flügeln startete Thioune mit Anas Ouahim (rechts) und Marc Heider (links), in der Spitze mit Freistoß-Spezialist Marcos Álvarez. Für den verletzten Torhüter Nils Körber stand erstmals Philipp Kühn zwischen den Pfosten – wohlgemerkt in der 3. Liga. In der Defensive vor dem Keeper ein gewohntes Bild: Bashkim Renneke, Adam Sušac, Maurice Trapp und Konstantin Engel – und davor Ulrich Taffertshofer und David Blacha. (Der Liveticker zum Nachlesen)

Karlsruhes Trainer Alois Schwartz bot durchaus die eine oder andere Überraschung mehr in seiner Startelf auf: So brachte er zum Beispiel Marc Lorenz und Kyoung Rok Choi von Beginn an. Mit dabei natürlich auch der Ex-Osnabrücker David Pisot.

So lief das Spiel: Die ersten 45 Minuten gehörten dem VfL. Die Gastgeber hatten die Spielkontrolle, die daraus resultierenden Torchancen waren jedoch überschaubar. Bis zur 30. Minute standen lediglich drei Distanzschüsse zu Buche – von Taffertshofer (2., am Tor vorbei)), von Álvarez (28., Freistoß über den Kasten) und Blacha (29., entschärft von Torhüter Benjamin Uphoff.). Die Gäste erarbeiteten sich auch nur Chancen aus der Distanz – Lorenz (33.) und Manuel Stiefler (35.) verfehlten jedoch jeweils das VfL-Gehäuse. Die größte Chance der ersten Halbzeit blieb dann dem VfL vorbehalten: Álvarez wurde mustergültig von Renneke bedient, der Stürmer scheiterte mit seinem Kopfball jedoch am glänzend parierenden Uphoff.

Aus der Distanz ging es gleich nach Pause weiter – und wie: Álvarez legte am Sechzehner für Taffertshofer auf. Der fackelte nicht lange, zog ab – und traf die Latte (51.). Drei Minuten später konnte Saliou Sané seine gute Schussposition zwar zum Abschluss nutzen, der Ball segelte allerdings über das VfL-Tor. Weitere zwei Minuten später kassierte der VfL dann das 0:1: Nach einem Freistoß von Marvin Wanitzek ließ Sané im Strafraum den Ball geschickt für den freistehenden Anton Fink durchlaufen. Der Oldie zog aus 14 Metern trocken ab, VfL-Torhüter Kühn war chancenlos.

Thioune handelte – brachte Manuel Farrona Pulido für Danneberg. Und der neue Mann sorgte für frischen Wind im VfL-Spiel nach vorne. Das lila-weiße Publikum peitschte den VfL nach vorne. Nun ja, und fast gelang Álvarez mit einem seiner typischen Freistöße der Ausgleich. Der Ball klatschte nur an den Pfosten (69.). Die Hausherren waren jetzt wach, drängten auf das 1:1. Blachas Hammer aus 25 Metern verfehlte das Tor nur knapp (75.), weitere aussichtsreiche Gelegenheiten wurden zum Teil zu hastig vergeben.

So ist die Lage: Siebtes Spiel in der 3. Liga, die erste Niederlage für den VfL. Mit zwölf Punkten auf dem Konto bleiben die Osnabrücker jedoch erst einmal in der oberen Tabellenhälfte.

So war die Stimmung: Deutlicher Punktsieg für das Osnabrücker Publikum. Der KSC wurde von rund 400 Anhängern begleitet, die allerdings auch einen ordentlichen Support ablieferten.

So geht‘s weiter: Am nächsten Wochenende steht für den VfL wieder eine lange Dienstreise auf dem Programm. Es geht zu einem alten Bekannten: Der vom ehemaligen VfL-Coach Joe Enochs trainierte FSV Zwickau ist am Sonntag, 13 Uhr, Gastgeber des VfL. Anstoß ist bereits um 13 Uhr.


VfL Osnabrück: Kühn – Engel, Sušac (88. Tigges), Trapp, Renneke – Taffertshofer, Blacha – Ouahim (82. Pfeiffer), Danneberg (62. Farrona Pulido), Heider – Álvarez.

In Reserve: Beckemeyer (Tor), Amenyido, Agu, Krasniqi.

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Wanitzek – Choi (70. Röser), Fink (84. Hanek), Lorenz (90.+3 Jansen) – Sané.

Tor: 0:1 Fink (56., Rechtsschuss).

Gelbe Karten: 53. Ouahim, 85. Sušac / 74. Thiede, 76. Wanitzek.

Zuschauer: 9051 (davon etwa 400 KSC-Anhänger).

Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main).

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