Schiller fällt kurzfristig aus Ein VfL-Sieg gegen den Karlsruher SC – wie zuletzt 1987?

Von Stefan Alberti und Harald Pistorius

Meine Nachrichten

Um das Thema VFL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der letzte Sieg gegen den Karlsruher SC gelang dem VfL Osnabrück am 28. April 1987. Libero Günter Eymold erzielte mit diesem Freistoß in der 60. Minute das Tor des Tages zum 1:0; aufgelegt hatte Heikko Glöde (rechts), Paul Linz hatte die KSC-Mauer irritiert. Foto: Helmut KemmeDer letzte Sieg gegen den Karlsruher SC gelang dem VfL Osnabrück am 28. April 1987. Libero Günter Eymold erzielte mit diesem Freistoß in der 60. Minute das Tor des Tages zum 1:0; aufgelegt hatte Heikko Glöde (rechts), Paul Linz hatte die KSC-Mauer irritiert. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Siebtes Spiel in der 3. Liga – und zum siebten Mal ungeschlagen? Wenn dem VfL Osnabrück an diesem Samstag (14 Uhr) das Kunststück gegen den Karlsruher SC gelingt, dann könnte er die bisherige Bestmarke der Regionalliga-Saison 2005/06 (sechs ungeschlagene Partien) übertreffen.

Welche elf VfL-Spieler werden starten? Daniel Thioune spricht von „harten Entscheidungen“. Wie erwartet, fallen Linksverteidiger Alexander Dercho und Torwart Nils Körber aus, kurzfristig muss der Cheftrainer auch auf Felix Schiller (Knieverletzung) verzichten. Wie lange der Innenverteidiger ausfällt, sollen weitere Untersuchungen in den nächsten Tagen ergeben. Darüber hinaus stehen Thioune aber mehr als elf Profis zur Verfügung, die für die Startelf infrage kommen. Dabei dürften Spieler wie Maurice Trapp, Adam Sušac, Bashkim Renneke, Ulrich Taffertshofer, David Blacha, Anas Ouahim oder Marc Heider gesetzt sein. Wenn Thioune von „harten Entscheidungen“ spricht, dann meint er in erster Linie das Mittelfeld, wo auch Manuel Farrona Pulido oder Tim Danneberg in die Startelf drängen. Neuzugang Alexander Riemann wird noch nicht im Kader stehen. „Wir wollen ihm erst noch einige Tage zur Vorbereitung geben“, so der Trainer.

Wie ist der KSC einzuschätzen? Von einem „angeschlagenen Boxer“ zu schreiben, ist vielleicht etwas übertrieben. Aber die Badener sind alles andere als erfolgreich in die Saison gestartet: ein Sieg, vier Unentschieden, eine Niederlage – zuletzt gab es die 1:3-Heimpleite gegen die Sportfreunde Lotte. Allerdings ist das Team von Trainer Alois Schwartz in dieser Saison auswärts noch unbesiegt: 1:1 in Braunschweig, 1:0 bei Fortuna Köln, 0:0 in Kaiserslautern.

Was sagt die Statistik? Nichts Gutes. Der VfL gewann keins der letzten acht Spiele, von denen fünf Unentschieden endeten. Der letzte Sieg liegt über 31 Jahre zurück – was aber vor allem daran liegt, dass sich die beiden Clubs seit jenem 1:0 in der 2. Bundesliga bis 2003 nicht in einem Liga-Spiel trafen. 1986/87 waren die Teams der Trainer Rolf Grünther und Winfried Schäfer Rivalen im Aufstiegskampf, den der KSC gewann und damit in die erfolgreichste Ära seiner Geschichte aufbrach.

War sonst noch etwas? In der Halbzeitpause des Drittliga-Spiels stehen auch die „Lila-Weißen Rollifanten“ im Mittelpunkt. Die Mitglieder des ersten VfL-Fanclubs für Menschen mit Behinderung dürfen einen Scheck über mehr als 3000 Euro in Empfang nehmen. Die Spendenaktion hat einen traurigen Hintergrund: Am 25. Juli 2018 verstarb Matthias Knipper. Er wurde nur 34 Jahre alt. Doch der glühende VfL-Anhänger und „Rollifant“ habe auch seine Beerdigung „in Lila-Weiß geplant“, wie Mutter Hilla Knipper berichtet. Diese Planungen sahen eben auch eine Spendenaktion für die „Rollifanten“ vor, die nun gebührend während eines Liga-Spiels abgeschlossen wird.

So könnten sie spielen – alle Namen und Fakten im Überblick. Grafik: Neue OZ

Und wie geht’s nun aus?Die Serie des VfL hält – 2:2.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN