Junger BVB-Fan bekommt Götze-Trikot Dortmund-Stars zeigen sich an Bremer Brücke volksnah

Von Benjamin Kraus und Stefan Alberti

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Osnabrück Großer Tag für den kleinen Colin Lange: Auf den Schultern seines Vaters Pascal feierte der BVB-Fan nach Schlusspfiff den Gewinn der größten Trophäe des Abends für Souvenirjäger: Das Trikot von Mario Götze, Gold-Torschütze beim WM-Triumph von 2014, nun wieder in Diensten von Borussia Dortmund. Der Erstligist präsentierte sich beim VfL Osnabrück spielstark, handlungsschnell – und volksnah.

Als der BVB-Mannschaftsbus um 18 Uhr an der Bremer Brücke vorfuhr, lauerten viele Fans schon hinter der Nordtribüne, um Selfies oder Autogramme ihrer Idole zu erhaschen: zuerst vergeblich. Die Stars verschwanden fix in der Umkleide – Konzentration aufnehmen für das Spiel.

Autogrammjäger kommen auf ihre Kosten

Glück hatte Luca Gräber: Stolz zeigte der Elfjährige, der auf der Balustrade der Tribüne neben dem Spielertunnel balancierte, die Autogramme von Spieler Lucas Piszczek und Teammanager Sebastian Kehl, die er sich vor dem Anstoß auf sein mit Marco Reus beflocktes Dortmund-Trikot hat schreiben lassen. „Ich bin BVB- und VfL-Fan“, sagte der Jugendspieler des OSC – und freute sich, als auch Marcos Alvarez unterschrieb. Sein Freund Jan Peters jubelte in der Halbzeit: Der 12-Jährige erhielt die Torwarthandschuhe von Teddy de Beer, Coach der BvB-Schlussleute. „Ich bin Abwehrspieler, aber die Handschuhe behalte ich trotzdem“, so der Jugendfußballer der JSG Wallenhorst/Lechtingen.

Viele Zuschauer an der Bremer Brücke

Kinder waren auffällig viele im Stadion, begleitet von ihren Eltern, von denen einige wohl noch nicht allzu häufig beim VfL zu Gast waren – deutlich mehr Menschen als sonst brauchten länger, um auf den Sitzplatztribünen ihre Plätze zu finden. Auch die Stehränge waren gut gefüllt – die Ostkurve in lila-weiß, der Gästeblock in Schwarz-Gelb, sogar die Westkurve, bunt gemischt mit Trikots beider Teams. So entwickelte sich eine freundschaftlich-gelassene Stimmung: Die Heimfans begleiteten die VfL-Angriffe zuerst mit euphorischem Applaus, bevor sie Mitte der ersten Halbzeit ruhiger wurden. Mit der Flutlichtatmosphäre nach Sonnenuntergang und Pausentee erwachten die VfL-Fans wieder – stimuliert durch Aktionen von Marc Heider und Luca Pfeiffer.

Freitag folgt der Test gegen Holstein Kiel

„Wir hatten schon ein paar gute Torchancen – da können wir ruhig mal einen rein machen“, sagte David Blacha, Jahrgang 1990, dessen Trikot nach der Partie in den Händen von Götze (Jahrgang 1992) landete: Beide hatten in der Jugend bei der Borussia ab und an zusammen gespielt. „Es war schön, ihn wiederzusehen. Wir haben uns über familiäre Dinge ausgetauscht und über alte Zeiten“, sagte Blacha, der mit Blick auf den heutigen Test gegen Holstein Kiel in Ahlerstedt das Ziel ausgab, „ein klar besseres Ergebnis zu erzielen.“

Vater Pascal Lange (unten) gibt seinem Sohn Colin (oben, auf seiner Schulter) das gefangene Trikot von Dortmunds Götze. Foto: dpa

Dann werden viele der 9563 Fans nicht vor Ort sein. Sie dürften dem VfL nach Abzug der Organisationskosten und dem BVB-Anteil eine mittlere fünfstellige Einnahme beschert haben. Dafür bekamen sie den Glanz der Stars – und nach Spielschluss noch reichlich Autogramme.


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