Bereits zur Pause 0:5 Lehrstunde für den VfL Osnabrück – 0:6 im Test gegen Borussia Dortmund

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Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat in der noch jungen Saison seine erste Lehrstunde erhalten – glücklicherweise nicht in der 3. Fußball-Liga, sondern im Testspiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund. Der VfL ging mit 0:6 unter. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit wurde ein höheres Debakel verhindert.

Die Dortmunder hielten, was sie vor diesem Test versprochen hatten: „Wir kommen mit einer guten Mannschaft.“ Und der Blick auf die Startformation machte gleich deutlich, dass BVB-Coach Lucien Favre trotz der auf Reisen befindlichen BVB-Nationalspieler klangvolle Namen aufs Feld schicken kann: Mario Götze, Shinji Kagawa, Lukasz Piszczek, Julian Weigl, Ömer Toprak oder der gerade von Barcelona in den Ruhrpott gewechselte Paco Alcácer. (Ticker zum Nachlesen: VfL Osnabrück verliert gegen den BVB mit 0:6)

Während die Borussen-Fans natürlich insbesondere den Spanier im Fokus hatten, richteten sich die Augen des Osnabrücker Publikums zunächst auf den lila-weißen Neuling Alexander Riemann und auf den VfL-Saison-Debütanten Sebastian Klaas, der nach schwerer Verletzung erstmals wieder Einsatzzeit bekam. Doch zum VfL-Duo später mehr. Denn die erste Halbzeit gehörte eindeutig einem Dänen in Dortmunder Diensten. Jacob Bruun Larsen schoss bis zur 26. Minute mit einem lupenreinen Hattrick eine 3:0-Führung für die Gäste heraus. Ein hochverdienter Vorsprung, denn der VfL fand überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. Die Osnabrücker Defensive ließ sich zu einfach von den munter kombinierenden Dortmundern aushebeln – und so fielen nicht nur die drei Treffer des Dänen (9./24./26.), sondern zusätzlich noch das 0:4 durch Sergio Gómez (32.) mit einem herrlichen Schlenzer und das 0:5 wiederum durch Bruun Larsen (41.).

Mit fünf Gegentreffern noch gut bedient

Das Team von VfL-Coach Daniel Thioune war mit diesen fünf Gegentreffern in der ersten Halbzeit noch gut bedient. Der Champions-League-Teilnehmer zeigte dem Drittligisten deutlich die Grenzen auf. Thioune reagierte, wechselte in der Pause gleich neunfach, während sein Pendant Favre nur Marcel Schmelzer für Piszczek brachte.

Für den VfL standen nun mehrere Akteure des „ersten Anzugs“ auf dem Feld. Mit David Blacha, Marcos Álvarez, Marc Heider, Bashkim Renneke oder Adam Sušac bekam das Spiel des VfL mehr Halt. Dazu die aus der zweiten Reihe drängenden Luca Pfeiffer und Tim Danneberg. Nun ja, und der VfL kreierte jetzt auch Angriffe nach vorne. Pfeiffer und Heider hatten den Ehrentreffer auf dem Fuß, scheiterten jedoch knapp. Es entwickelte sich zumindest ein Duell auf Augenhöhe.

Nadelstich in der Schlussphase

Die Borussen stellten ihren Modus mehr auf „Verwalten“, was sie aber nicht davon abhielt, in der Schlussphase noch einmal einen Nadelstich zu setzen: Götze bediente Maximilian Philipp, der mit einem Heber über VfL-Keeper Philipp Kühn zum 0:6 abschloss (78.).

Zu allem Überfluss musste der VfL die letzten zehn Minuten mit zehn Spielern bestreiten, weil Heider nach einem Zweikampf mit einer Handverletzung das Feld verlassen musste. Thioune hatte zu dem Zeitpunkt nur noch Ersatztorwart Laurenz Beckemeyer auf der Bank, der in den Schlussminuten für Kühn kam, um auch noch etwas „höherklassige Luft“ zu schnuppern.

Noch einmal kurz zurück zu den VfL-Saison-Debütanten Riemann und Klaas. Für beide ging es in erster Linie erst einmal darum, Spielpraxis zu sammeln. Nicht mehr und nicht weniger. Eine weitere Erkenntnis des Abends: Die Elf, die am Donnerstagabend in den ersten 45 Minuten auf dem Platz stand, wird es in der Zusammensetzung wohl kaum mehr in einem weiteren Pflichtspiel des VfL geben.


VfL Osnabrück - Bor. Dortmund 0:6 (0:5)

VfL, 1. Halbzeit: Kühn – Agu, Schiller, Trapp, Engel – Taffertshofer – Riemann, Klaas, Ouahim, Farrona Pulido – Amenyido.

VfL, 2. Halbzeit: Kühn (84. Beckemeyer) – Sušac, Möller, Trapp – Renneke, Blacha, Danneberg, Tigges – Álvarez – Heider, Pfeiffer.

Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek (46. Schmelzer), Toprak, Pieper, Toljan – Weigl – Gomez (67. Dahoud), Kagawa, Götze, Bruun Larsen (63. Philipp) – Alcácer (74. Rode).

Tore: 0:1 Bruun Larsen (9., Rechtsschuss nach Vorarbeit von Kagawa), 0:2 Bruun Larsen (24., Rechtsschuss nach Vorarbeit Kagawa), 0:3 Bruun Larsen (26., Rechtsschuss nach Pass von Gomez), 0:4 Gomez (32., Linksschuss), 0:5 Bruun Larsen (41., Rechtsschuss nach Pass von Götze), 0:6 Philipp (78., Rechtsschuss nach Pass von Götze).

Zuschauer: 9563.

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück).

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