Niederlagenserie beim HFC brechen? VfL Osnabrück will in Halle Spitzenreiter bleiben

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Erinnerung an den letzten VfL-Sieg in Halle: Am 20. April 2013 feierte der VfL ein 2:1 im Erdgas-Sportpark. Foto: imago/KühnErinnerung an den letzten VfL-Sieg in Halle: Am 20. April 2013 feierte der VfL ein 2:1 im Erdgas-Sportpark. Foto: imago/Kühn

Osnabrück. Verspätet kam der VfL Osnabrück am Freitag in Halle an, umso ausgeschlafener will die Mannschaft an diesem Samstag (14 Uhr) als Spitzenreiter im Topspiel der 3. Fußball-Liga beim Tabellenfünften Hallescher FC auftreten.

Wer fehlt, wer spielt? Wie erwartet sind die angeschlagenen Alexander Dercho und Manuel Farrona Pulido in Osnabrück geblieben. Mit auf die Reise nach Halle, die wegen erheblicher Staus erst gegen 20 Uhr endete, gingen Etienne Amenyido, Felix Agu und Felix Schiller, der nach seiner Rotsperre allein schon wegen seiner Kopfballstärke ein Kandidat für die Startelf ist. Über Namen und Taktik ließ Trainer Daniel Thioune nichts verlauten, wir vermuten eine Dreier/Fünfer-Reihe in der Abwehr und zwei Spitzen.

Was sagt die Statistik? Nichts Gutes. Von den letzten fünf Dienstreisen nach Halle kam der VfL immer mit leeren Händen wieder, zuletzt gab es drei 0:1-Niederlagen in Folge. Der letzte und einzige Sieg (2:1) gelang am 20. April 2013 – mit einem überragenden Manuel Riemann. Der Bruder des am Freitag verpflichteten Offensiv-Alrounders Alexander Riemann hielt einen Elfmeter und mehrere „Unhaltbare“, die Tore für die Lila-Weißen erzielten Timo Staffeldt und Simon Zoller. Der letzte Ligasieg überhaupt gegen den HFC datiert vom 6. November 2015, als der VfL zu Hause durch Tore von Marcos Álvarez und Francky Sembolo 2:0 gewann.

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Und was sagt der VfL-Trainer? „Statistiken sind dazu da, um sie zu bedienen, aber auch zu brechen. Für mich haben solche Erhebungen keine Relevanz“, kommentiert Daniel Thioune die Bilanz. Der Coach nimmt den Fuß nicht auf die Bremse. „Die Mannschaft weiß jetzt, wie gut es sich anfühlt, Spitzenreiter zu sein“, sagt der Coach, „sie wird alles tun, um es zu bleiben.“ Thioune erwartet einen starken, selbstbewussten Gegner, der viel Qualität auf den Flügeln hat, und rechnet mit einer temperamentvollen Atmosphäre: „In Halle geht es sehr emotional zur Sache, sie haben frenetische Fans. Da muss man vor allem den Kampf annehmen. Grundsätzlich verfügen die Ostvereine über eine hohe Disziplin, was die Arbeit gegen den Ball betrifft. Da ist es immer schwer, in die Räume zu kommen.“

VfL verpflichtet Alexander Riemann

War sonst noch was? Der VfL tritt in einem der schönsten und modernsten Drittliga-Stadien an. Die Arena, deren Bau an der Stelle des alten Kurt-Wabbel-Stadions im September 2011 nach einem Jahr abgeschlossen war, ist innen funktionell und außen dank der Denkmalschutzauflagen mit der alten Außenfassade sehr ansehnlich. Die Kosten des 17-Millionen-Projekts teilten sich das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle.

Auf wen sollte man achten? Mit Manuel Gräfe hat der DFB einen der besten und bekanntesten deutschen Schiedsrichter angesetzt. Der Sportwissenschaftler aus Berlin leitet zum 14. Mal seit März 2002 (damals gab’s ein 1:1 beim FC Erzgebirge Aue) eine Partie mit Beteiligung des VfL.

So könnten sie spielen – Namen und Fakten im Überblick.

…und wie geht’s nun aus? Die Niederlagenserie reißt, aber mit dem vierten Saisonsieg wird’s nichts: 1:1 nach einem spannenden, offenen Schlagabtausch.


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