Wiedersehen mit dem VfL Osnabrück Sportchef Heskamp vom Halleschen FC: Am Anfang ein Blind Date

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Ein Ex-VfLer in Halle: HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp (links) mit Trainer Torsten Ziegner. Foto: imago/ContrastEin Ex-VfLer in Halle: HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp (links) mit Trainer Torsten Ziegner. Foto: imago/Contrast

Halle. Am Anfang stand ein Blind Date mit dem Trainer: Seit dem 1. April 2018 ist Ralf Heskamp als Sportdirektor beim Halleschen FC, am Samstag (14 Uhr) wird er auf der Bank neben Coach Torsten Ziegner sitzen, wenn der VfL Osnabrück zum Topspiel zu Gast ist in Sachsen-Anhalt.

Gezielt ging der wirtschaftlich angeschlagene Nachfolgeclub des populären DDR-Vereins HFC Chemie in der letzten Saison den Neuaufbau an. Die Führungscrew um Dr. Michael Schädlich hatte den Zwickauer Ziegner und Heskamp als Kandidaten für die Positionen Trainer und Sportdirektor ausgewählt. Beide wussten nichts voneinander, als sie zu einem Termin geladen wurden: In einem HFC-Büro trafen sie sich unvorbereitet zum Gespräch.

„Wir haben zwei Stunden über Fußball im Allgemeinen und über den HFC gesprochen“, erinnert sich Heskamp an das Blind Date mit dem Trainer, der zu dem Zeitpunkt noch beim FSV Zwickau unter Vertrag stand. Die beiden merkten, was sich die HFC-Führung erhofft hatte: dass sie fußballerisch auf einer Wellenlänge funken. Erst dann wurden die Verträge unterschrieben.

Ab April bauten sie die Mannschaft um, mit reduziertem Personalkostenetat. „Dass 19 Verträge ausliefen, war eine Chance, wirklich etwas zu bewegen“, sagt Heskamp, der bei der Suche nach neuen Spielern von seiner Zeit als Scout beim FC Bayern München (2013 bis 2014, 2015 bis 2017) und von seinem Netzwerk profitierte.

„Es ist der Job, den ich eigentlich immer machen wollte und den ich ja schon bei Holstein Kiel hatte“, sagt der 52-Jährige. Ein Job, für den er Kenntnisse aus allen Perspektiven des Profifußballs mitbringt: nicht nur als aktiver Spieler mit 335 Ligaspielen allein für den VfL, sondern auch als Geschäftsführer und Jugendtrainer mit A-Lizenz in Osnabrück, als Scout und als Sportchef.

Auf Halle, die 235000-Einwohner-Stadt im südlichen Sachsen-Anhalt, hat sich Heskamp ohne Zögern eingelassen: „Die Stadt gefällt mir, der Club hat Charme und Tradition, das Stadion ist eins der schönsten und funktionellsten der 3. Liga.“ Den ersten Wohnsitz hat er zwar weiter in Vehrte, doch in Halle hat er sich mit Ehefrau Andrea eine Wohnung eingerichtet. Sie kommt regelmäßig und wird am Samstag – ebenso wie Sohn Sandro (24), der neben dem BWL-Studium in Osnabrück beim Oberligisten TuS Bersenbrück spielt, im Stadion sein. Der zwei Jahre ältere Marco studiert in Lübeck Bauingenieurwesen und spielt beim Oberligisten Eutin 08.

Auf das Wiedersehen mit dem VfL freut sich Heskamp, der 1981 als B-Jugendlicher aus Rheine zu den Lila-Weißen kam und zwölf Jahre als Profi an der Bremer Brücke spielte: „Von der Tabelle her ein Topspiel, in das beide Teams mit gutem Gefühl gehen können.“

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