Neue Sponsoren-Initiative tritt an „Absolute Bekenner“: Zusätzliches Geld für den VfL Osnabrück

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Mit diesem Logo wirbt die Aktion „Absolute Bekenner“. Foto: Absolute BekennerMit diesem Logo wirbt die Aktion „Absolute Bekenner“. Foto: Absolute Bekenner

Osnabrück. Eine Sponsoren-Initiative will den VfL Osnabrück unterstützen – ideell, aber vor allem finanziell. „Absolute Bekenner“ – so der Name der Gruppe – will zusätzliche Gelder zur Stärkung von Mannschaft und Infrastruktur bereitstellen und das „Wir“-Gefühl betonen.

Entstanden ist die Initiative Ende 2017, als der VfL in der Krise steckte. Der Anstoß kam von Jens Bormann, dem fußballbegeisterten Gründer und langjährigen Inhaber des Callcenter-Dienstleisters buw. Sein Unternehmen „Muuuh! Group“ koordiniert das Projekt, das sich mit dem VfL abstimmt, aber unabhängig ist.

Es kursieren Video-Clips mit Bekennern, die für die Initiative werben, es gibt einen Pin und ein Motto („Zusammenstehen!“), doch auf den Schritt an die Öffentlichkeit warteten all die bis jetzt vergeblich, die in der VfL-Szene von dem Projekt gehört hatten – es war ein offenes Geheimnis, mehr offen als Geheimnis.

Sportliche Möglichkeiten sollen verbessert werden

Das ändert sich jetzt mit einer Pressemitteilung der „Muuuh!Group“, bei der Tim Bormann als Projektleiter zuständig ist. „Der VfL Osnabrück erhält ab der Spielzeit 2018/19 Unterstützung von einer Gruppe engagierter Partner und Unternehmen, die sich unter dem Titel Absolute Bekenner zusammengeschlossen haben. Ziel des Engagements ist es primär, die sportlichen Möglichkeiten des Profiteams zu verbessern“, heißt es darin.

Konkrete Angaben zu den bereits eingeworbenen zusätzlichen Sponsorengeldern macht Tim Bormann auf Rückfrage nicht, doch dass es um eine Erhöhung des Personalkostenetats der Profimannschaft geht, wird in der Erklärung deutlich: „Vorrangiges Ziel der Absoluten Bekenner soll eine Erhöhung des Handlungsspielraums im sportlichen Bereich sein, um es dem Verein zu ermöglichen, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen.“

Das ist das Ziel

Andere Formen der Unterstützung will das Projekt mit dem Netzwerk seiner Mitglieder entwickeln. Eine Aktion ist bereits bekannt: Zum Erhalt der Westkurve, deren Schließung aus Kostengründen der VfL zunächst geplant, dann nach Fan-Protesten zu den Akten gelegt hatte, trug ein Unternehmen aus dem Kreis der Bekenner bei: Der Finanzdienstleister DFT (Deutsche Finetrading AG) in Person des Vorstandsvorsitzenden Dirk-Oliver Haller tritt als Sponsor der Westtribüne auf, „weil das Gesamterlebnis Bremer Brücke einfach zur DNA des VfL gehört“, wie Haller sagt.

Ziel der Initiative ist es, aktuelle, ehemalige und neue Sponsoren und Förderer zu gewinnen; es gehe um neue Einnahmen, nicht um Darlehen. „Die Bekenner wollen ausdrücklich die neue wirtschaftliche und sportliche Strategie des VfL unterstützen, die ausgehend von Geschäftsführer Jürgen Wehlend und Sportdirektor Benjamin Schmedes mit dem Präsidium um Manfred Hülsmann entsteht“, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit Zahl und Namen der „Absoluten Bekenner“ ist Tim Bormann zurückhaltend, nicht jeder möchte offenbar mit seinem Engagement an die Öffentlichkeit. OB Wolfgang Griesert, sein Vorgänger Hans-Jürgen Fip, Landesinnenminister Boris Pistorius, Ira Klusmann, Hoteldirektorin und Aufsichtsratsmitglied, die Familie Welz, Gesellschafter der VfL-KG, Gisbert Komlóssy, Haller und Jens Bormann tragen den „Bekenner“-Pin.


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